Kleines Gemüsepflanzen 1x1

Kleines Gemüsepflanzen 1x1
Selbst planen und sich selbst versorgen mit Gemüse aus dem eigenen Garten oder vom Balkon – kein Traum, sondern möglich. Mit der geeigneten Anbaumethode und der idealen Gemüsekombination können Sie mehrmals im Jahr erfolgreich ernten und Ihre frischen Vitaminlieferanten genießen.

Allgemein

Allgemein

Was ist Gemüse überhaupt? Unter Gemüse werden alle essbaren Pflanzenteile zusammengefasst. Dazu zählen Blätter, Stängel, Früchte, Knollen und Wurzeln. Auch für Obst könnte diese Definition gelten. Um eine Abgrenzung zu finden, werden alle Früchte, die an einjährigen Pflanzen wachsen, zum Gemüse gezählt, z.B. Melone, Tomate, Kürbis.

    Einteilung der Gemüse


    Zur besseren Unterscheidung der Gemüse sind diese in verschiedene Gruppen eingeteilt.


    Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die einzelnen Gemüsegruppen:


    Gruppe:

    Gemüsepflanzen:

    Blattgemüse

    Chicorée, Spinat, Mangold, Salat

    Fruchtgemüse

    Aubergine, Bohnen, Erbsen, Gurken, Mais, Tomate, Zucchini

    Knollen- und Wurzelgemüse

    Ingwer, Karotten, Kartoffel, Meerettich, Radieschen, Rote Bete, Rüben, Knollensellerie, Wurzelpetersilie

    Kohlgemüse

    Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing

    Stängelgemüse

    Bambussprossen, Fenchel, Rhabarber, Stangensellerie, Spargel

    Zwiebelgemüse

    Knoblauch, Porree, Zwiebeln


      Download "Praktischer Aussaat-und Erntekalender"

      Anzucht von Gemüse


      Ab Mitte Februar können Sie mit der Anzucht von Gemüse im Frühbeet oder auf der Fensterbank beginnen. Besonders geeignet zur Anzucht im Gewächshaus oder auf der warmen Fensterbank sind Tomaten, Paprika, Eierfrucht, Artischocke, Knollensellerie, Porree und früher Blumenkohl.


      Generell bieten sich zur Anzucht von Gemüse verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann das Saatgut lose, in Tütchen abgepackt, bezogen werden – zum anderen in Form von Saatscheiben und Saatbändern. Um den Aussaaterfolg zu garantieren halten wir für Sie eine sehr große Auswahl an funktionellem Zubehör, darunter auch Frühbeete, bereit.

        Aussaat im Haus

         Aussaat im Haus

        Ausgesät wird in spezielle Anzuchtschalen aus Kunststoff.


        Die Aussaat erfolgt dann in mehreren Schritten:


        • Die Aussaatkiste bis ca. 3 cm unter den Rand mit Aussaaterde füllen und die Erde glatt streichen.
        • Das Saatgut aus der Tüte auf die Erde streuen. Achten Sie darauf, dass die Samen nicht zu dicht liegen, denn dies erschwert das Keimen.
        • Nach der Aussaat wird die Schale dünn mit Erde abgesiebt und angegossen. Drücken Sie die Erde leicht an, damit ein guter Bodenschluss erzielt wird.
        • Decken Sie die Aussaatschale mit einer Kunststoffhaube oder Pflanzfolie ab, um ein geeignetes Kleinklima zur Keimung des Saatgutes zu erzielen.

          Anzucht im Frühbeet


          Wenn Sie über ein Frühbeet verfügen, stellen Sie die Anzuchtschalen mit den ausgesäten Samen in das Frühbeet. Nach dem Keimen werden diese Pflanzen pikiert. Bei warmer Witterung lüften Sie das Frühbeet, damit die Temperatur im Inneren nicht zu hoch ansteigt.


          Ab April/Mai können die Pflanzen direkt in den Garten gesät werden. Im Frühbeet wachsen die Pflanzen jedoch rascher als im Freien. Ein früherer Erntetermin ist möglich.

            Pikieren und Auspflanzen

            Pikieren und Auspflanzen

            Pikieren bezeichnet das Vereinzeln der gekeimten Pflänzchen. Dies geschieht, sobald sich die jungen Pflanzen gut mit den Fingern fassen lassen. Die Keimlinge werden einzeln in kleine Töpfe gesetzt, um der Gemüsepflanze genügend Platz und Nährstoffe zum Wachsen zur Verfügung zu stellen.


            Sie können auch Torfquelltöpfe verwenden. Diese haben den Vorteil, dass die Pflanze später zusammen mit dem Torftopf in den Garten ausgepflanzt werden kann.

            Je nach Gemüseart werden die vorgezogenen Jungpflanzen dann im April oder im Mai in das vorbereitete Beet gepflanzt. Dabei sollte auf genügend Abstand zwischen den Pflanzen geachtet werden. Setzen Sie die Pflänzchen nicht zu tief in die Erde, besonders Salat reagiert darauf mit schwachem Wuchs.

              Fertige Gemüsejungpflanzen

              Fertige Gemüsejungpflanzen

              Schnell und einfach gelingt der Gemüseanbau, wenn Sie fertige Jungpflanzen verwenden. Eine große Auswahl an verschiedenen Arten und Sorten erhalten Sie während der gesamten Frühjahrs- und Sommersaison in Ihrem Dehner Garten-Center.


              Darunter sind unter anderem: Aubergine, Blumenkohl, Brokkoli, Bohnen, Fenchel, Gurken, Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Mangold, Melone, Möhren, Paprika, Petersilie, Peperoni, Radieschen, Rettich, Rotkohl, Salat, Sellerie, Tomaten, Weißkohl, Wirsing, Zucchini.


              Sie können direkt ins Frühbeet, Gewächshaus oder in den Garten pflanzen. Die mehrmalige, wöchentliche Belieferung mit wüchsigen Jungpflanzen im Erdpresstopf oder im Kulturtopf garantiert höchste Qualität und Erträge.

                Gute und schlechte Nachbarn – die Mischkultur


                Werden die richtigen Gemüsepflanzen nebeneinander gesät oder gepflanzt, danken Sie es Ihnen mit prächtigem und gesundem Wuchs. Kleinste Flächen können hierbei genauso gut genutzt werden, wie größere.


                Die Bodenoberfläche ist bei der Mischkultur über das Jahr hinweg bedeckt, beschattet und bietet wenig Raum zur Verdunstung. Unkräuter können nur schwer Fuß fassen und/oder werden verdrängt. Unbedingt beachtet werden sollte dennoch, ein ausreichend großer Abstand zwischen den Pflanzen, um leicht durchführbare Pflegemaßnahmen, eine gute Lichtzufuhr und Luftzirkulation zu ermöglichen.


                Kombinationen mit Blühpflanzen wie der Studentenblume oder anschließender Gründüngung schaffen neben einem nicht zu verachtenden Zierwert zusätzliche Pluspunkte. Die Verbesserung der Bodenbeschaffenheit und -gesundheit oder Düngeeffekte sind nur einige Aspekte des guten Miteinanders.

                Eine Übersicht der perfekten Nachbarschaft, finden Sie hier und auf unserer Dehner Webseite unter den Artikelbeschreibungen:

                  Nährstoffbedarf und Düngung

                  Nährstoffbedarf und Düngung

                  Je nach Gemüseart unterscheidet sich der Nährstoffbedarf zum Teil erheblich. Zur Vereinfachung wurden drei Gruppierungen eingefügt: Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer. Wie die jeweiligen Gruppen vermuten lassen, benötigen Starkzehrer (z.B. Kartoffeln, Kürbis oder Kohl) relativ viele Nährstoffe, um gesund und kräftig zu sein.


                  Mittelzehrer (z.B. Salat, Karotten oder Fenchel) kommen bereits mit weniger Nährstoffen über die Runden und können hervorragend im Folgejahr, auf dem Platz der Starkzehrer, angebaut werden.

                  Die Schwachzehrer (z.B. Radieschen, Zwiebeln oder Kresse) sind am genügsamsten und damit das „Schlusslicht der Kulturfolge“. Nach ihnen empfiehlt sich, bei ausreichendem Platzangebot und Ausweichmöglichkeiten, ein Anbaujahr mit Gründüngungspflanzen.


                  Alternativ kann, nach dem Abräumen der Beete im Herbst, eine Aussaat mit Gründüngung erfolgen, die bei zusätzlichen Düngegaben zu berücksichtigen ist.


                  Eine ausreichende Versorgung der Pflanzen erreichen Sie mit dem Dehner Gemüsedünger, Dehner Naturdünger mit Guano oder Dehner Bio Dünger. Für Tomaten gibt es spezielle Dünger, wie Dehner Bio Tomaten-Dünger oder Dehner Tomaten-Dünger. Das darin enthaltene Kalium sorgt bei Fruchtgemüsen für starke Zellwände, gesunden, kräftigen Wuchs und knackiges Gemüse. Bei Tomaten verhindert Kalium das Aufplatzen der Früchte und wirkt einer Blütenendfäule entgegen.



                    Pflanzenschutz


                    Verdelte Gemüsepflanzen


                    Viele Krankheitserreger wie Pilze oder auch Nematoden leben im Boden. Sie dringen über die Wurzel in die Pflanze ein und führen zu Pflanzenschäden oder zum Absterben der befallenen Pflanze. Die Schädlinge treten immer öfter auf, je häufiger eine Pflanzenart auf dem gleichen Beet angebaut wird.


                    Vorbeugender Pflanzenschutz ist die Verwendung von veredelten Gemüsepflanzen (z.B. Gurken, Tomaten). Hierbei nutzt man die natürliche Resistenz einiger Pflanzen gegen Schädlinge. So wird z.B. die wertvolle Gurkenpflanze auf eine Kürbisjungpflanze gepfropft. Die Gurke wird somit zukünftig über die robusten Wurzeln der Kürbispflanze versorgt. Leider hat die Veredelung keinen Einfluss auf den Befall von Braun- oder Krautfäule.


                    Dafür zeichnen sich veredelte Gurken und Tomaten zusätzlich durch frühere und höhere Erträge aus.


                    Auch die Pflanzenfamilie spielt eine erhebliche Rolle beim Gemüseanbau. So sollte Gemüse nicht auf Gemüse gleicher Familie gepflanzt werden, um eine mögliche Krankheitsübertragung zwischen den Gemüsesätzen zu vermeiden. Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Auberginen, Tomaten werden nicht in Folge gepflanzt. Für Kreuzblütler (z.B. Kohl, Radieschen, Senf), Schmetterlingsblütler (z.B. Erbsen, Klee), Kürbisgewächse (z.B. Gurke, Kürbis, Melone) aber auch Gründüngungspflanzen gilt das Gleiche, unabhängig ihres Nährstoffbedarfs.



                    Schädlinge


                    Stellen Sie Ihre Pflanzen eher kühler und trocken auf, da die Weiße Fliege ein tropisches Klima bevorzugt.


                    Pflanzen, die im Garten wachsen, werden häufig von Schnecken angefressen. Damit Ihr Gemüse nicht als Schneckenfutter endet, können Sie verschiedene Maßnahmen treffen:

                      • Streuen von Schneckenkorn
                      • Anbringen von Schneckenabwehrblechen. Die oben abknickenden Bleche stellen für Schnecken ein unüberwindbares Hindernis dar.
                      • Schutz mit Schneckenringen. Die einzelne Jungpflanze wird ohne das Ausbringen von Giftstoffen vor Schneckenfraß geschützt.

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