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Pflanzen düngen: Der passenden Nährstoff-Cocktail

Zum Wachsen brauchen Pflanzen nicht nur Licht, Wasser und Wärme, sondern auch Nährstoffe. In der Natur ist die Nährstoffversorgung der Pflanzen durch einen natürlichen Kreislauf geregelt. Abgestorbene Pflanzen werden von Mikroorganismen zersetzt, Nährstoffe werden freigegeben und sind somit wieder für die Pflanzen verfügbar. Eine bedarfsgerechte Düngung mit passenden Düngemitteln im Garten oder auch Zimmer greift Ihren Pflanzen unter die "Arme".  

Warum eigentlich Pflanzen düngen?

Während in der Natur der natürliche Kreislauf für fortlaufenden Nährstoffnachschub sorgt, sieht das im Garten und v. a. in der Topfkultur etwas anders aus. Hier ist der natürliche Kreislauf unterbrochen, da den Pflanzen durch Ernte, Rückschnitt das organische Material fehlt. Ebenso spielt das begrenzte Erdvolumen bei Pflanzen im Pflanzgefäß eine wesentliche Rolle. Die fehlenden Nährstoffe können durch gezielte Düngemaßnahmen ausgeglichen werden. 

Muss man also Pflanzen düngen? Kurze Antwort: Ja. Um ein gleichmäßiges Wachstum und eine gute Entwicklung Ihrer Pflanzen zu erzielen, ist eine regelmäßige und ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen notwendig. Dies ist auch der beste Schutz vor Krankheiten, denn vitale Pflanzen sind gesünder und widerstandsfähiger.

NPK, das A und O: Was bedeutet das?

NPK, das A und O: Was bedeutet das?

Bevor Sie an das Düngen gehen, empfiehlt sich gerade im Gemüseanbau alle 2–3 Jahre eine Analyse des Bodens. Diese gibt Aufschluss über den aktuellen Nährstoffhaushalt des Bodens. Anhand der Daten können Sie dann bedarfsgerecht düngen und pflanzenschädliche Überschüsse vermeiden. Auch Mängel können erkannt werden.

Ein Mangel an einem bestimmten Nährstoff kann die Aufnahme und Verwendung anderer Nährstoffe beeinträchtigen. Dies liegt daran, dass viele Nährstoffe miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen.

Wenn beispielsweise eine Pflanze unter einem Stickstoffmangel leidet, kann dies ihre Fähigkeit beeinträchtigen, andere Nährstoffe wie Phosphor oder Kalium effizient aufzunehmen und zu verwenden, auch wenn diese in ausreichender Menge im Boden vorhanden sind. Sie möchten mehr über Ihren Boden wissen? In Ihrem
Dehner-Markt vor Ort können Sie eine Bodenprobe abgeben. Der pH-Wert kann auch selbst z. B. mittels Test-Set bestimmt werden.

Gut zu wissen: Wichtige Bestandteile des Düngers sind die Hauptbestandteile: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Sind alle drei Elemente Teil des Düngers, wird von einem NPK-Dünger oder auch Volldünger gesprochen. Um den verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden, gibt es auch Zwei- und Einnährstoffdünger. Je nach Zahlenangaben auf der Verpackung kann der Anteil des Stickstoffs wie auch des Phosphors variieren. So handelt es sich bei einem prozentualen N–P–K-Verhältnis von: 12–4–6, um einen stickstoffbetonten Volldünger.

Stickstoff (N)

Steht für Wachstum der Pflanzen. Dieser Nährstoff wird bevorzugt aufgenommen. Eine Überdosierung führt zu schnellem Wachstum und weichem Pflanzgewebe. Die Pflanzen können kippen.

Phosphor (P)

Vor allem blühende und fruchtende Pflanzen benötigen Phosphor. Ein Überschuss an Stickstoff im Boden verhindert die Aufnahme von Phosphor durch die Pflanzen.

Kalium (K)

Beeinflusst den Wasserhaushalt der Pflanzen. Kalium unterstützt Standfestigkeit, Frostresistenz sowie die Resistenz gegenüber saugenden Insekten.


Wussten Sie schon?
Zu den Spurenelementen gehören ebenfalls: Magnesium, Schwefel und Calcium. Zu den Mikronährstoffen zählen: Bor, Kupfer, Eisen, Chlor, Mangan, Molybdän, Nickel und Zink. Auch Mikronährstoffe besitzen vielfältige Funktionen und unterstützen Ihre Pflanzengesundheit.

Welche Düngervarianten gibt es?

Welche Düngervarianten gibt es?
Dünger gibt es in der Regel in flüssiger wie auch fester Form. Ausgenommen sind die Langzeitdünger, die aus festen Bestandteilen bestehen. 

Organischer Dünger: Wie dem Namen entnommen werden kann, besteht der Dünger aus rein organischem Material und ist somit besonders nachhaltig. Gelangt der Dünger in den Boden, erfolgen dort dieselben Prozesse zur Nährstoffversorgung wie auch im natürlichen Kreislauf. Der Zersetzungsprozess wird dabei durch externe Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit oder Mikroorganismen beeinflusst. Ein organischer Dünger hat eine mittel- bis langfristige Wirkung. 

Mineralischer/anorganischer Dünger: Bezeichnet künstliche bzw. industriel hergestellte Dünger, die sich durch eine feste Ionenverbindung auszeichnen. Sie basieren auf Salzen (auch Düngersalze genannt), die wasserlöslich sind. Sie stehen der Pflanze unmittelbar zur Verfügung. Durch eine Kunstharzummantelung kann eine gleichmäßige und langfristige Düngerabgabe gewährleistet werden. Die Wirkungsdauer eines mineralischen Düngers reicht von kurz- bis langfristig.


Organisch-mineralische Dünger: Eine Kombination aus organischen- sowie mineralischem Dünger. Sie kombinieren die besten Eigenschaften beider Dünger. Die Wirkungsdauer wird als kurz- bis mittelfristig eingestuft.

Wussten Sie schon? Bei Dehner erhalten Sie viele Dünger ganz nach dem Vorbild der Natur. Vielen Düngern wurden für kräftigen Wuchs, sattgrüne Pflanzen und verbesserte Erträge Regenwurm-Humus, Mykhorriza oder Malzkeimen beigemengt. Damit unterstützen Sie eine rein organische und biologische Düngung z. B. bei Ihrem eigenen Obst- und Gemüseanbau.

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Spezialdünger: Die richtige Nährstoffkombi ist wichtig

Unterschiedliche Pflanzen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Auf diese können Sie bestens dank der Bodenanalyse eingehen. Spezialdünger kommen den Wünschen bzw. Bedürfnissen der jeweiligen Pflanzen nach. So bevorzugen z. B. Moorbeetpflanzen wie der Rhododendron, aber auch Hortensien, eine andere Nährstoffzusammensetzung und einen anderen pH-Wert als beispielsweise Zitruspflanzen.

Wussten Sie schon? Der pH-Wert des Bodens hat ebenfalls einen Einfluss auf die Nährstoffverfügbarkeit. Saure Böden werden am ehesten von sogenannten Moorbeetpflanzen bevorzugt. Möchten Sie Ihren Boden "entsäuern", empfiehlt sich die Beigabe von Kalk. Möchten Sie gerne mehr über das Thema pH-Wert wissen? Klicken Sie sich gern in unseren Ratgeber Bodenverbesserung

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Düngen?

Neben der Pflanzengattung und den Standortverhältnissen spielt auch der Zeitpunkt, an dem Sie die Pflanzen düngen, eine wichtige Rolle. Eine Faustregel lautet: Nur dann düngen, wenn die Pflanzen die Nährstoffe auch verwenden können. Gut geeignet sind: Frühjahr, Sommer und teils Herbst. Ist der Himmel bedeckt, die Sonne scheint nicht so stark und es ist ein eher kühler Tag, heißt es Düngertag. Wichtig hierbei ist das Beachten des bereits vorhandenen Nährstoffhaushaltes bzw. der angegebene Turnus zum Nachdüngen. 

Pflanzen düngen im Frühjahr – Vorbereitung aufs neue Gartenjahr

  • Der richtige Zeitpunkt zum Düngen im Frühjahr liegt bei den meisten Pflanzen vor dem ersten Austrieb. 
  • Phosphat und Kalium geben der Pflanze die nötige Kraft, um sich kräftig zu entwickeln. Stickstoff schiebt das Wachstum der Pflanze an.
  • Da der ideale Düngezeitraum von der Pflanze abhängig ist, sollten man sich immer an die jeweilige Düngeranweisung auf der Verpackung halten.  

Pflanzen düngen im Sommer – Nährstoffe nachliefern

  • Falls Sie keinen Langzeitdünger verwenden, sollten Sie die Düngung im Laufe der Saison nicht vergessen. Bitte beachten Sie dabei die Herstellerangaben.
  • Ab Juli benötigen Pflanzen weniger Stickstoff, dafür mehr Kalium, um die Zellen der Pflanzen allgemein zu stärken.
  • Ab August sollten keine Dünger mit einem hohen NP-Gehalt verwendet werden, um die Pflanze Schritt für Schritt auf den Herbst vorzubereiten. 

Düngung im Herbst – Langsames Ausklingen

  • Dein Garten bereitet sich auf die Ruhepause im Winter vor. Kalium hilft der Pflanze, ihren Zellsaft einzulagern und somit die Frosthärte zu steigern. 
  • Besonders der Rasen profitiert von einer Herbstdüngung und kann die zusätzlichen Nährstoffe gut vertragen. 
  • Spezielle Herbst-Dünger können je nach Witterung von August bis Oktober ausgebracht werden. 

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