Bienentag-522
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Pflanzen düngen: Der passenden Nährstoff-Cocktail

Dünger und Pflanzen im Topf
Zum Wachsen brauchen Pflanzen nicht nur Licht, Wasser und Wärme, sondern auch Nährstoffe. In der Natur ist die Nährstoffversorgung der Pflanzen durch einen natürlichen Kreislauf geregelt. Abgestorbene Pflanzen werden von Mikroorganismen zersetzt, Nährstoffe werden freigegeben und sind somit wieder für die Pflanzen verfügbar. Eine bedarfsgerechte Düngung mit passenden Düngemitteln im Garten oder auch Zimmer greift Ihren Pflanzen unter die "Arme".  

Warum Pflanzen düngen?

Während in der Natur der natürliche Kreislauf für fortlaufenden Nährstoffnachschub sorgt, sieht das im Garten etwas anders aus. Hier ist der natürliche Kreislauf unterbrochen, da den Pflanzen durch Ernte oder z. B. Rückschnitt das organische Material fehlt. Durch das begrenzte Erdvolumen in der Topfkultur sollten weitere Nährstoffe zugefügt bzw. gedüngt werden.

Muss man also Pflanzen düngen? Kurze Antwort: Ja. Um ein gleichmäßiges Wachstum und eine gute Entwicklung Ihrer Pflanzen zu erzielen, ist eine regelmäßige und ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen notwendig. Dies ist auch der beste Schutz vor Krankheiten, denn vitale Pflanzen sind gesünder und widerstandsfähiger.

NPK, das A und O: Was bedeutet das?

Bevor Sie an das Düngen gehen, empfiehlt sich gerade im Gemüseanbau alle 2–3 Jahre eine Analyse des Bodens. Diese gibt Aufschluss über den aktuellen Nährstoffhaushalt des Bodens. Anhand der Daten können Sie dann bedarfsgerecht düngen und pflanzenschädliche Überschüsse vermeiden. In jedem Dehner-Markt können Sie eine Bodenprobe abgeben. Der pH-Wert kann auch selbst z. B. mittels Test-Set bestimmt werden.

Gut zu wissen: Wichtige Bestandteile des Düngers sind die Hauptbestandteile: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Sind alle drei Elemente Teil des Düngers, wird von einem NPK-Dünger oder auch Volldünger gesprochen. Um den verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden, gibt es auch Zwei- und Einnährstoffdünger. Je nach Zahlenangaben auf der Verpackung kann der Anteil des Stickstoffs wie auch des Phosphors variieren. So handelt es sich bei einem prozentualen N–P–K-Verhältnis von: 12–4–6, um einen stickstoffbetonten Volldünger.

  • Stickstoff (N): Steht für Kraft und Wachstum der Pflanzen. Dieser Nährstoff wird bevorzugt aufgenommen.
  • Phosphor (P): Vor allem blühende und fruchtende Pflanzen benötigen Phosphor. Ein Überschuss an Stickstoff im Boden verhindert die Aufnahme von Phosphor durch die Pflanzen.
  • Kalium (K): Beeinflusst den Wasserhaushalt der Pflanzen. Kalium unterstützt Standfestigkeit, Frostresistenz sowie die Resistenz gegenüber saugenden Insekten.
Zu den Spurenelementen gehören ebenfalls: Magnesium, Schwefel und Calcium. Zu den Mikronährstoffen zählen: Bor, Kupfer, Eisen, Chlor, Mangan, Molybdän, Nickel und Zink. Auch Mikronährstoffe besitzen vielfältige Funktionen und unterstützen Ihre Pflanzengesundheit.

Welche Düngervarianten gibt es?

Welche Düngervarianten gibt es?
Dünger gibt es in der Regel in flüssiger wie auch fester Form. Ausgenommen sind die Langzeitdünger, die aus festen Bestandteilen bestehen. 

Langzeitdünger für Pflanzen: Bevorraten Nährstoffe und geben diese nach und nach an die Pflanze ab.
Durch die langsame Lösung der Nährstoffe ist die Gefahr der Überdüngung praktisch ausgeschlossen. Es handelt sich hierbei um sogenannte Mehrnährstoffdünger, die alle drei Hauptnährelemente (NPK) und eine Reihe von Spurennährelementen enthalten.

Organischer Dünger für Pflanzen: Diese natürlichen Dünger enthalten die Nährstoffe in gebundener Form. Sie wirken mittel- bis langfristig. Gelangt der Dünger in den Boden, erfolgen dort dieselben Prozesse zur Nährstoffversorgung wie auch im natürlichen Kreislauf. Bodenlebewesen setzen die Nährstoffe frei und machen sie pflanzenverfügbar. Beispiele: Hornspäne & Hornmehl. Di
ese Art, Pflanzen zu düngen, ist besonders nachhaltig. 

Mineralischer/anorganischer Dünger: Häufig werden sie auch als Kunstdünger bezeichnet. Die Nährstoffe stehen in Salzform zur Verfügung und lösen sich im Bodenwasser, um von dort von den Pflanzenwurzeln aufgenommen zu werden. Sie wirken sofort und können bei akutem Nährstoffmangel eingesetzt werden. Beispiele: Bittersalz & Blaukorn. Eine rein mineralische Düngung sollte optimalerweise immer mit einer organischen Düngung ergänzt werden um auch mittel- und langfristig zu versorgen.

Wussten Sie schon? Bei Dehner erhalten Sie viele Dünger ganz nach dem Vorbild der Natur. Vielen Düngern wurden für kräftigen Wuchs, sattgrüne Pflanzen und verbesserte Erträge Regenwurm-Humus, Mykhorriza oder Malzkeimen beigemengt. Damit unterstützen Sie eine rein organische und biologische Düngung z. B. bei Ihrem eigenen Obst- und Gemüseanbau.

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Spezialdünger: Die richtige Nährstoffkombi ist wichtig

Unterschiedliche Pflanzen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Auf diese können Sie bestens dank der Bodenanalyse eingehen. Spezialdünger kommen den Wünschen bzw. Bedürfnissen der jeweiligen Pflanzen nach. So bevorzugen z. B. Moorbeetpflanzen wie der Rhododendron, aber auch Hortensien, eine andere Nährstoffzusammensetzung und einen anderen pH-Wert als beispielsweise Zitruspflanzen.

Wussten Sie schon? Der pH-Wert des Bodens hat ebenfalls einen Einfluss auf die Nährstoffverfügbarkeit. Saure Böden werden am ehesten von sogenannten Moorbeetpflanzen bevorzugt. Möchten Sie Ihren Boden "entsäuern" empfiehlt sich die Beigabe von Kalk. Möchten Sie gerne mehr über das Thema pH-Wert wissen? Klicken Sie sich gern in unseren Ratgeber Bodenverbesserung

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Düngen?

Neben den Nährstoffen spielt auch der Zeitpunkt, an dem Sie die Pflanzen düngen, eine wichtige Rolle. Eine Faustregel lautet: Nur dann düngen, wenn die Pflanzen die Nährstoffe auch verwenden können. Gut geeignet sind: Frühjahr, Sommer und teils Herbst. Ist der Himmel bedeckt, die Sonne scheint nicht so stark und es ist ein eher kühler Tag, heißt es Düngertag. Wichtig hierbei ist das Beachten des bereits vorhandenen Nährstoffhaushaltes bzw. der angegebene Turnus zum Nachdüngen. 

Pflanzen düngen im Frühjahr – Vorbereitung aufs neue Gartenjahr

  • Der richtige Zeitpunkt zum Düngen im Frühjahr liegt bei leichten, sandigen Böden zwischen Februar und März, vor dem ersten Austrieb. 
  • Bei schweren Böden wie Lehmböden sollten Sie zwischen April und Mai, also nach dem ersten Austrieb, düngen.
  • Organischen Dünger einen Monat früher als mineralischen Dünger verwenden, da organische Dünger länger bei der Umsetzung brauchen.
  • Pflanzen benötigen jetzt eher Stickstoff zum Wachsen und Gedeihen.

Pflanzen düngen im Sommer – Nährstoffe nachliefern

  • Falls Sie keinen Langzeitdünger verwenden, können Sie im Sommer mineralischen Dünger geben. Bitte beachten Sie dabei die Herstellerangaben.
  • Ab Juli benötigen Pflanzen weniger Stickstoff, dafür mehr Kalium, um die Zellen der Pflanzen allgemein zu stärken.
  • Ab August keinen mineralischen Dünger mehr verwenden, um Schritt für Schritt auf den Herbst vorzubereiten. 
  • Organischen Dünger können Sie durchgehend geben.

Düngung im Herbst – Langsames Ausklingen

  • Ihr Garten bereitet sich auf die Ruhepause im Winter vor. Es sollten keine Düngergaben mehr erfolgen. 
  • Einzig der Rasen kann im Frühherbst noch ein paar zusätzliche Nährstoffe vertragen. Spezielle Herbst-Dünger können von September–November ausgebracht werden. 
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