Nadelgehölze alias Koniferen: Standort, Pflanzung & Pflege

Die meisten der Nadelgehölze gehören zu den immergrünen Pflanzen. In den Wintermonaten zaubern sie mit ihrem grünen Flor ein wenig Farbe in den Garten oder Vorgarten. Auch der Balkon oder die Terrasse wirken lebendig durch das satte Grün. Die in unseren Breitengraden robusten, vielfach winterharten und on top pflegeleichten Gehölze können auch im Friedhofsbereich ihren Platz finden. 

Was sind Koniferen bzw. Nadelgehölze?

Umgangssprachlich werden die Begriffe Koniferen und Nadelgehölze oft als Synonym genutzt. Streng genommen beschreibt der Begriff "Koniferen" die Gehölzgruppe besser als Nadelbäume. Nicht alle Koniferen besitzen Nadeln – manche weisen Schuppenblätter auf. Die Übersetzung des botanischen Begriffs "Konifere" bedeutet nämlich "Zapfenträger". Besonders bekannt sind hier die hoch wachsenden Zypressen- und Scheinzypressenarten. 

Die Samenanlagen der Koniferen sind nicht von einem Fruchtknoten umschlossen, sondern liegen offen hinter den Zapfenschuppen. Dies unterscheidet die sogenannten Nacktsamer von den Laubgehölzen. 

Koniferen und damit Nadelhölzer sind meist immergrün. Wenige Arten wie die Lärche, der Urweltmammutbaum oder die Sumpfzypresse werfen ihr Laub ab. Auch der Ginkgo gehört zu den außergewöhnlichen Kandidaten. Er bildet keine Zapfen, ist ein zweihäusiger Nacktsamer und unterscheidet sich vor allem bzgl. der tollen Blattform von anderen Koniferen und Nadelgehölzen.

Koniferen-Sortiment bei Dehner


Bei den meisten Koniferen bzw. Nadelgehölze handelt es sich um immergrüne Pflanzen bzw. Bäume. Ausnahmen wie die Lärche bestätigen die Regel. Je nach Platzangebot, Standort und eigenem Wunsch lässt sich die passende Konifere für Ihren Garten, den Balkon, die Terrasse oder Dachterrasse finden.

Der passende Standort für die Gehölze

Der passende Standort für die Gehölze
Koniferen wie die Thuja, Scheinzypresse, der Wacholder, die Tanne oder auch Fichte stellen an den Gartenboden in der Regel keine besonderen Ansprüche. Zum einen sollte er nicht zu Staunässe neigen, zum anderen nicht austrocknen. Der Gartenboden sollte gut durchlässig, nährstoffreich und leicht feucht sein. 

Koniferen haben es gerne hell. Ideal ist deshalb ein sonniger bis halbschattiger Platz. Schatten wird v. a. von der Eibe sehr gut vertragen.

Koniferen richtig in den Garten pflanzen

Sie haben für Ihren Garten das passende Nadelgehölz gefunden und freuen sich darauf, dieses an seinen Platz zu pflanzen? 

Dann kann es losgehen. Diese Schritt für Schritt-Anleitung hilft Ihnen dabei:

  • Vor dem Pflanzen empfiehlt es sich, den Wurzelballen Ihres Nadelbaums in einen Eimer mit Wasser zu stellen
  • Parallel können Sie eine Pflanzgrube ausheben, die doppelt so groß ist wie der Wurzelballen
  • Der Aushub wird anschließend mit Kompost und Dehner Koniferendünger vermischt
  • Das Nadelgehölz kann dann in das Pflanzloch gesetzt werden. Rund herum wird mit der vorbereiteten Erde aufgefüllt. Diese wird gründlich festgedrückt und angegossen – dies führt zu einem raschen Bodenschluss und somit zu einem guten Anwachsen
  • Zu Beginn ist ein Gießrand ratsam, um die Pflanze mit ausreichend Wasser zu versorgen und ein Abfließen zu vermeiden


Wussten Sie schon?
Nadelgehölze sehen in Kombination mit Rindenmulch super aus. Während manch andere Pflanze mit versauernden pH-Wert der Mulchschicht Probleme haben können, ist dies bei Koniferen nicht der Fall. Der Unkrautdruck sinkt und die Verdunstung kann dank einer Mulchschicht reduziert werden.  

5 Pflegetipps für Nadelgehölze

Erde lockern: Normalerweise reicht es die Erde rund um ein Nadelgehölz einmal jährlich mit der Harke aufzulockern. Gut geeignet ist dafür der Herbst. Dabei kann eine Gabe abgelagerter Kompost eingearbeitet werden. 

Gießen: 
Haben Sie Ihre immergrüne Pflanze neu gesetzt, sollten Sie diese im ersten Pflanzjahr regelmäßig bewässern. Sind die Gehölze eingewachsen, freuen sie sich dennoch über zustätzliche Wassergaben während der trockenen und heißen Sommermonate. Zwar verdunsten die Nadeln der Pflanzen geringere Mengen an Wasser als Laubbäume, die dichten Zweige der Nadelhölzer lassen jedoch meist nur wenig Wasser in den Wurzelbereich gelangen. Im Winter lässt sich der sogenannten Frosttrocknis vorbeugen, indem an frostfreien Tagen gegossen wird.

Düngen: Die meisten Nadelgehölze danken eine zusätzliche Düngergabe pro Jahr mit gesundem und prächtigem Wuchs. Spezielle Koniferendünger wie der Koniferendünger von Dehner sind besonders gut geeignet, um den Bedarf der Pflanzen zu decken. 


Rückschnitt: Nadelgehölze treiben in der Regel nicht mehr aus dem alten Holz aus. Auf einen radikalen Rückschnitt sollte deshalb verzichtet werden. Eine Ausnahme bilden Eiben, die auch aus altem Holz erneut austreiben. Unabhängig davon sind die Pflanzen jedoch alle gut schnittverträglich und lassen sich perfekt in Form bringen. Kiefern schneidet man alle zwei Jahre im Mai oder Juni, andere Koniferen ab Ende Juli. Darüber hinaus werden lediglich abgeknickte, gebrochene oder kahle Zweige entfernt. 


Formschnitt:
Beim Hecken- und Formschnitt schneidet man nur die jungen grünen Triebe zurück. Das setzt einen regelmäßigen Rückschnitt voraus, der mit einer gepflegten und strukturierten Optik belohnt.

Winterschutz: Da die Koniferen zu den winterharten Pflanzen gehören, benötigen sie normalerweise keinen besonderen Schutz.

Verwendung der Koniferen


Nadelgehölze lassen sich vielseitig einsetzen. Sie bringen ihren eigenen Charme, ihre eigenen Vorteile und Vorzüge und dürfen durchaus Beachtung auch auf engstem Raum finden.

Solitär und Struktur

  • Gut geeignet für das Beet oder die Gartenhecke sind: Zypressen, Eiben wie auch Fichten
  • Wichtig: Ausreichend Platz und der passende Rahmen für eine entsprechende Wirkung

Kübel

  • Besonders geeignet: Schwach- und langsamwüchsige Sorten des Wacholders, der Eibe oder Kiefer
  • Wichtig: Der Topf für Koniferen sollte doppelt so groß sein wie der Wurzelballen

Hecke

  • Vor allem bekannt und häufig genutzt sind: Thuja, Scheinzypressen, aber auch Eiben oder Fichten
  • Wichtig: Sinnvoll ist es, regelmäßig zu schneiden – die Hecke sollte unten breiter sein als oben

Friedhof

  • Für geringe Pflege empfehlenswert: Kleinwüchsige Arten der Kiefer, der Thuja oder des Wacholders
  • Wichtig: Regelmäßige Schnittmaßnahmen, um den kompakten Wuchs der Pflanzen zu erhalten


Wussten Sie schon?
Haben Sie Ihre Grünlinge zurückgeschnitten, lässt sich allerlei mit dem Schnittgut anfangen. Es eignet sich perfekt für Kränze, Gestecke oder kann wunderbar zum Winterschutz eingesetzt werden. 

Perfekte Kombis für Koniferen


Ob nun Solitär oder in Gesellschaft anderer Gehölze, Stauden & Co., Laubgehölze bringen ihren eigenen Charakterzug in das Spiel. Besonders gut geeignet für das Begleitprogramm sind: Blühende Ziersträucher, andere Heckenpflanzen aus der Laubfraktion, Prachtstauden oder Bodendecker, die einen sonnigen bis halbschattigen Standort bevorzugen.

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