Rasen: Gesundes Grün durchs Gartenjahr

Frisches, saftiges Grün und das gleich Flächenweise! Ein gepflegter Rasen ist eine Augenweide für sich und lockt sowohl Kinder, Erwachsene wie auch Haustiere in den Garten. Erhält der Rasen ganzjährig seine "Maniküre und Pediküre", ist der Rasenspaß garantiert...

Rasen anlegen – Vorbereitung, Aussaat und Walzen

Nach spatentiefem Umgraben oder Fräsen und Einebnen braucht der Boden etwa eine Woche Ruhe, um sich zu setzen. Gut zu Wissen: Rasensand verbessert die Bodenstruktur bei schweren Böden. Möchten Sie eine Rasen neu anlegen oder kahle Stellen ausbessern? Dann ist hierfür eine Rasenerde super geeignet.  Sollten Unkräuter das vorbereitete Saatbeet für sich nutzen, wird die Fläche "gesäubert" bevor die Rasensaat auf den Boden findet.

Der beste Zeitpunkt für die Aussaat: Von April bis Anfang Oktober. Ausgenommen sind die heißen Sommermonate. Rasensamen können gleichmäßig mit einem Streuwagen ausgebracht werden. Um Streulücken zu vermeiden, darf die Radspur des Streuwagens nicht überlappen. Die Ausstreumenge beträgt ca. 25 g/m². Anschließend den Rasensamen flach einrechen, d.h. nicht tiefer als 0,5 cm. Zum Schluss verhindert ein leichtes Anwalzen oder Festtreten des Rasensamens das Verwehen des Saatguts und verbessert den Bodenschluss.

Saatgut optimal verteilen

Fit für den Winter

Um den Rasen gut durch den Winter zu bringen, wird dieser im Herbst nochmal in ein Beauty-Programm geschickt:

  • Bis der Rasen aufhört zu wachsen, wird er weiterhin gemäht. Das Schnittgut sollte anschließend entfernt werden.
  • Auch Laub, Fallobst & Co. wird vom Rasen abgesammelt, damit dieser genügend Herbstsonne erwischen kann.
  • Für den besonderen Energie-Kick bringen Sie speziellen Herbst-Rasendünger aus.
  • Falls Ihr Rasen über den Sommer kahle Stellen bekommen hat, können diese bis Anfang November mit einer Rasen-Nachsaat aufgefüllt werden. Bei trockener Witterung sollte mehrmals täglich in kleinen Dosen bewässert werde.

Rasenpflege nach der Winterpause

Bevor es Ende März oder Anfang April mit der Rasenpflege losgehen kann, wird zunächst Tabula Rasa mit Laub, Ästen und sonstigen Verunreinigungen gemacht. Wasseransammlungen können abfließen, indem Sie mit einer Spatengabel rund um die Pfütze tief in die Erde stoßen.

Moos, vergilbte Grashalme, etc. – alles das zieht nach dem langen Winter nun endgültig aus Ihrem Garten aus, bevor es richtig losgehen kann. Rasenfilz ade: Mit einer Harke mit kräftigen Zinken lässt sich der Rasen abziehen. Die Graswurzeln bekommen dann wieder Luft und können tief durchatmen. Danach steht das erste Rasenmähen an. Neue Halme werden mit Licht und Wärme versorgt und das Wachstum Ihres Rasens angeregt.

Durchatmen – Rasen vertikutieren und lüften

Ideal ist das Vertikutieren im Frühjahr – z. B. nach der zweiten Rasenmahd. Dann gilt es "frischen Wind" auf die Rasenfläche zu bringen. Moos, Unkraut und gelbe Stellen werden entfernt und der Rasen besser belüftet. So gelangen mehr Sauerstoff und Nährstoffe an die Gräser.

Nach dem Vertikutieren benötigt die Rasenfläche etwas Schonung, bevor das Pflegeprogramm nach Fortsetzung ruft. Das alles sollte vor dem Mai abgeschlossen sein, ehe es richtig warm wird.

Wussten Sie schon? Schneiden Sie Ihren Rasen beim ersten Schnitt Ende März nicht zu tief zurück. Nach etwa 7 bis 10 Tagen mähen Sie dann das zweite Mal, um den Rasen mit noch mehr Luft, Licht und Wasser zu verwöhnen.

Düngung & Bodenanalyse nach Bedarf

Was ist drin im Rasendünger? Kurz erklärt – die Inhaltsstoffe und deren Aufgaben:

Stickstoff (N): fördert das Wachstum und begünstigt sattes Grün
Phosphor (P): gibt Power für die Wurzeln
Kalium (K): macht den Rasen robust gegen Kälte, Trockenheit und hohe Belastung

Ist der Boden zu "sauer" oder zu "alkalisch" steht eine Tiefenbehandlung an...

Um einen "alkalischen" Boden in Balance zu bringen, sollten Sie mit Eisensulfat oder mit Ammoniak den nötigen Ausgleich schaffen. Ist der Boden hingegen zu sauer, können Sie den pH-Wert mit kalkhaltigem Dünger neutralisieren. Bei beiden Maßnahmen gilt: Bitte immer mit Bedacht anwenden, damit das Gleichgewicht Ihres Bodens wieder perfekt hergestellt ist.

Wussten Sie schon? Unkraut wird vor allem von kahlen Rasenstellen magisch angezogen. Wenn der Rasen vorbeugend richtig gedüngt wird, muss später weniger Unkraut bekämpft werden. Hier genügt auch ein schonender Bio-Dünger für dichten Rasenwuchs.

Rasenreperatur – kein Hexenwerk!

Auch hier gibt es kleine, aber feine Unterschiede. Bei der Rasenreparatur macht es Sinn auf spezielles Saatgut für die Nachsaat zu setzen. Es wächst schneller an und sorgt rasch für frisches Grün.

Wenn möglich darf die ursprüngliche Saatgutmischung zum Einsatz kommen, sie wächst im gleichen Takt und liefert das passende Gesamtbild. 

Wussten Sie schon? Genießen Sie Ihren frischen, dichten Rasen doch gleich ein wenig länger und warten Sie mit dem ersten Rasenschnitt, bis die jungen Halme 8 bis 10 cm lang sind. Beginnen Sie mit einer hohen Schnitteinstellung und arbeiten Sie sich schrittweise bis zur gewohnten Schnitttiefe vor. 

Rasen bewässern – wie viel ist sinnvoll?

Junge Rasenpflänzchen sind durstig! Nach der Aussaat ist konstante Feuchtigkeit für 2 bis 4 Wochen wichtig. Ohne Wasserschwall: Gegossen wird mehrmals am Tag. Ein sanfter Regen wie im Mai ist genau das, was Pflanzen lieben. Für Ihren Rasen ist deshalb die Bewässerung mit einem Regner/Rasensprenger ideal. 

Sowie es warm wird, ist eine Erfrischung für Ihren Rasen wichtig. Keine Chance für kahle Stellen: Um von Ihrem Traumrasen Schaden abzuwenden, ist es auch in Trockenperioden wichtig, nach spätestens einer Woche den Boden gut wässern. Für das Bewässern sind besonders gut die Morgenstunden geeignet – denn auch ein Rasen kann einen Sonnenbrand bekommen.

Wussten Sie schon? Nutzen Sie Ihre Zeit im Garten zum Entspannen und setzen Sie auf clevere automatische Bewässerungssysteme: Mit Bewässerungscomputer, Regensensor und Bodenfeuchtesensor wird nur gegossen, wenn es nötig ist: Sie sparen Wasser, gewinnen Freizeit – und können sorglos in den Urlaub fahren …
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