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Fruchtfolge im Gemüsegarten: So bleibt der Boden gesund

Fruchtfolge im Gemüsegarten: So bleibt der Boden gesund

Eine durchdachte Fruchtfolge sorgt für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte. Durch den regelmäßigen Wechsel der Kulturen bleibt der Boden langfristig fruchtbar, während Krankheiten, Schädlinge und Nährstoffmangel vorgebeugt werden. Mit wenigen Grundregeln lässt sich das Prinzip der Fruchtfolge ganz einfach im eigenen Gemüsegarten umsetzen.
Autorin: Cornelia Förster

Was bedeutet Fruchtfolge im Garten?

Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und Bodenmüdigkeit zu vermeiden, werden im Gemüsebeet verschiedene Kulturen im Wechsel angebaut. So bleibt der Boden langfristig gesund und Nährstoffe werden ausgewogener genutzt. Gleichzeitig lassen sich Krankheiten und Schädlinge reduzieren.

Dabei helfen einige Grundregeln:
  • Pflanzenfamilien wechseln: Dieselben Pflanzenfamilien sollten nicht direkt nacheinander auf derselben Fläche angebaut werden. Für viele Gemüsearten empfiehlt sich eine Anbaupause von 2–4 Jahren. So sollten Tomaten beispielsweise nicht nach Auberginen wachsen, da beide zu den Nachtschattengewächsen gehören und von ähnlichen Schädlingen und Krankheiten betroffen sein können.
  • Nährstoffbedarf beachten: Pflanzen werden in Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer eingeteilt. Diese Einteilung orientiert sich am Nährstoffbedarf der einzelnen Kulturen. Auf Starkzehrer sollten möglichst keine weiteren Starkzehrer folgen, um den Boden nicht unnötig auszulaugen und den Düngereinsatz zu reduzieren.
  • Mischkultur nutzen: Werden passende Pflanzenarten miteinander kombiniert, können sie sich gegenseitig unterstützen und den Platz im Beet optimal nutzen.

Fruchtfolge planen – Schritt für Schritt

Eine durchdachte Planung erleichtert die Fruchtfolge und hilft dabei, den Überblick über die belegten Beete zu behalten. Zeichnen Sie dafür einen einfachen Beetplan und notieren Sie:
  • die angebauten Gemüsearten
  • die jeweilige Pflanzenfamilie
  • den Nährstoffbedarf (Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer)
  • die Kulturdauer
Tipp: Durch die Kombination von Vor-, Haupt- und Nachkulturen lässt sich die Beetfläche optimal nutzen.

Anschließend werden die Kulturen entsprechend ihres Nährstoffbedarfs auf die Beete verteilt. Starkzehrer erhalten vor der Pflanzung eine organische Düngung, während Mittel- und Schwachzehrer von den im Boden verbleibenden Nährstoffen profitieren.

So kann eine Fruchtfolge aussehen

    • Jahr 1 – Starkzehrer

      Jahr 1 – Starkzehrer

      Kartoffeln, Tomaten, Zucchini, Kürbis

    • Jahr 2 – Mittelzehrer

      Jahr 2 – Mittelzehrer

      Möhren, Mangold, Rote Bete, Fenchel

    • Jahr 3 – Schwachzehrer

      Jahr 3 – Schwachzehrer

      Bohnen, Sojabohnen, Radieschen, Zwiebeln

    • Jahr 4 – Gründüngung

      Jahr 4 – Gründüngung

      Phacelia, Buchweizen, Lein, Senf

    Gründung zur Erholung des Bodens

    So einfach ist natürliche Bodenverbesserung

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    Extra Wissen: Die Regeln der Fruchtfolge lassen sich auch im Hochbeet, Frühbeetkasten oder Gewächshaus anwenden. So bleiben Böden langfristig fruchtbar und die Pflanzen gesund.

    Vor- und Nachkulturen sinnvoll einplanen

    Mit Vor- und Nachkulturen lässt sich die Beetfläche optimal nutzen. So können Sie über einen längeren Zeitraum frisches Gemüse ernten und freie Flächen im Beet sinnvoll bepflanzen.

    Geeignete Vorkulturen

      Beliebte Hauptkulturen

        Geeignete Nachkulturen

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