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Aussaat & Anzucht – Vom Samenkorn zur kräftigen Pflanze

Aussaat & Anzucht – Vom Samenkorn zur kräftigen Pflanze

Mit der Aussaat und Anzucht beginnt die Gartensaison. Aus kleinen Samen entwickeln sich Kräuter, Blumen und Gemüsepflanzen, die Garten, Balkon oder Hochbeet bereichern. Je nach Pflanzenart erfolgt die Aussaat direkt ins Freiland, im Gewächshaus oder als Vorkultur auf der Fensterbank.
Autorin: Cornelia Förster

Erfolgreich aussäen und vorziehen

Der optimale Zeitpunkt für die Aussaat hängt von der jeweiligen Pflanzenart sowie den Licht- und Temperaturverhältnissen ab und liegt meist im Frühjahr. Während einige Kulturen direkt ins Beet gesät werden können, profitieren andere von einer geschützten Anzucht auf der Fensterbank oder im Gewächshaus.

    • Vorziehen oder direkt aussäen?

      Vorziehen oder direkt aussäen?

      • Wärmeliebende Pflanzen wie Paprika, Chili, Auberginen, Tomaten, Gurken oder Zucchini werden meist auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogen.
      • Robuste Gemüsesorten wie Möhren, Pastinaken, Radieschen, Bohnen oder Erbsen können dagegen direkt ins Beet gesät werden.

    • Passendes Anzuchtzubehör

      Passendes Anzuchtzubehör

      • Für die Anzucht eignen sich spezielle Anzuchttöpfe und Zimmergewächshäuser.
      • Besonders praktisch sind Töpfe aus natürlichen Materialien wie Zellulose. Sie können später mitsamt der Pflanze ins Beet gesetzt werden und schonen die empfindlichen Wurzeln.
      • Auch wiederverwendbare Anzuchtplatten erleichtern die Anzucht, da jede Vertiefung Platz für ein einzelnes Samenkorn bietet und das spätere Pikieren vereinfacht.

    • Optimale Keimbedingungen

      Optimale Keimbedingungen

      • Eine transparente Abdeckhaube unterstützt die Keimung durch gleichmäßige Wärme und Luftfeuchtigkeit.
      • Für ausreichend Luftaustausch sollte sie regelmäßig gelüftet werden oder über Belüftungsschlitze verfügen.

    Aussaatkalender für Gemüse und Kräuter

    Aussaatkalender für Gemüse und Kräuter

    Egal, ob Sie ein langjähriger Gärtner sind oder erste Erfahrungen mit der Aussaat sammeln – unser Aussaatkalender unterstützt Sie bei der Planung und zeigt auf einen Blick die besten Aussaat- und Pflanzzeiten.
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      Lichtkeimer und Dunkelkeimer im Überblick

      Lichtkeimer

      Lichtkeimer

      • Leichte, kleinere Samen
      • Nur wenig mit Erde bedecken
      • Benötigen Licht zur Keimung
      • Bsp.: Karotten, Basilikum, Kresse, Sellerie, Tomaten

      Dunkelkeimer

      Dunkelkeimer

      • Größeres, schweres Saatgut
      • Dicke Erdschicht über Saat ausbringen (ca. 3–4 x so breit wie Korn)
      • Licht kann die Keimung beeinträchtigen
      • Bsp.: Aubergine, Kürbis, Gurke, Zucchini

      Glühbirnen-Icon 

      Expertenwissen: Einige Samen benötigen einen Kältereiz, um ihre Keimruhe zu überwinden. Zu diesen sogenannten Kaltkeimern zählen beispielsweise Dill, Bärlauch, Schlüsselblume oder verschiedene Staudenarten.
      Aussaat Schritt für Schritt

      Aussaat Schritt für Schritt

      • Anzuchttöpfe mit Anzuchterde befüllen und die Oberfläche glatt streichen.
      • Die Erde leicht anfeuchten und das Saatgut entsprechend der Packungsangaben ausbringen.
      • Lichtkeimer nur leicht andrücken oder hauchdünn mit Erde bedecken.
      • Dunkelkeimer mit einer dünnen Erdschicht bedecken und vorsichtig andrücken.
      • Das Substrat erneut leicht befeuchten.
      • Eine Abdeckhaube aufsetzen.
      • Bis zum Pikieren gleichmäßig feucht halten.
      Zu den Anzuchthäusern

      Pikieren, pflanzen & abhärten

      Pikieren bezeichnet das Vereinzeln der gekeimten Pflänzchen. Dies erfolgt, sobald sich ersten Keimblätter gebildet haben und die jungen Pflanzen gut zu greifen sind. Die Keimlinge werden einzeln in kleine Töpfe gesetzt, damit sie ausreichend Platz und Nährstoffe für ihre weitere Entwicklung erhalten. Verzichtet man auf das Pikieren, konkurrieren die Jungpflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe, was ihr Wachstum beeinträchtigen kann.
      Je nach Pflanzenart werden die vorgezogenen Jungpflanzen ab April oder Mai ins Beet gepflanzt. Vor dem Auspflanzen sollten sie über mehrere Tage an die Bedingungen im Freien gewöhnt werden. Dieses sogenannte Abhärten erleichtert den Übergang von der geschützten Anzucht ins Freiland. Achten Sie zudem auf ausreichende Pflanzabstände und setzen Sie die Pflanzen nicht zu tief in die Erde.
      Nährstoffe für Jungpflanzen

      FAQs: Häufige Fragen zur Aussaat & Anzucht – wir antworten!

      • Wie kann ich Krankheiten und Schimmel vermeiden? Für gute Luftzirkulation sorgen, die Erde nur mäßig feucht halten und nicht zu dicht säen. Staunässe vermeiden und sauberes Anzuchtmaterial verwenden.
      • Was ist der Unterschied zwischen Direktsaat und Vorkultur? Bei der Direktsaat werden die Samen direkt ins Beet gesät. Die Vorkultur (Vorziehen in Töpfen oder Schalen) schützt Jungpflanzen vor Kälte, Schädlingen und verkürzt die Kulturzeit im Beet.
      • Wie kann ich die Keimung beschleunigen? Ein warmer, heller Standort und konstante Feuchtigkeit helfen. Manche Samen keimen schneller, wenn sie vorher 12–24 Stunden in lauwarmem Wasser eingeweicht werden.
      • Wie gehe ich mit Samen um, die unterschiedlich schnell keimen? Man kann später keimende Pflanzen vorsichtig nachziehen oder schwächere Pflanzen vereinzeln, um Platz für die stärkeren zu schaffen. Geduld ist hier wichtig.

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