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Wasser sparen im Garten – nachhaltig gärtnern mit cleveren Ideen

Wasser sparen im Garten – nachhaltig gärtnern mit cleveren Ideen

Wasser ist eine wertvolle Ressource – auch im Garten. Mit einer durchdachten Planung, der passenden Pflanzenauswahl und einfachen Pflegemaßnahmen lässt sich der Wasserverbrauch deutlich reduzieren. Gleichzeitig bleiben Beete, Kübel und Rasenflächen gesund und attraktiv. Entdecken Sie praktische Tipps, mit denen Sie nachhaltig Wasser sparen und Ihren Garten fit für trockene Sommer machen.
Autorin: Cornelia Förster

Clever planen, Wasser sparen

Eine gute Gartenplanung schafft die Grundlage für einen wassersparenden Garten. Mit trockenheitsverträglichen Pflanzen, passenden Standorten und einer durchdachten Beetgestaltung reduzieren Sie den Bewässerungsaufwand von Anfang an.

    • Passende Pflanzen wählen

      Passende Pflanzen wählen

      Setzen Sie auf Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen. Lavendel, Thymian, Ziergräser oder robuste Stauden sind an trockene Bedingungen angepasst und benötigen deutlich weniger Bewässerung als wasserhungrige Arten.

    • Standorte optimal nutzen

      Standorte optimal nutzen

      Setzen Sie Pflanzen an einen Standort, der ihren Bedürfnissen entspricht. Schattige und feuchte Bereiche eignen sich für Arten mit höherem Wasserbedarf, während sonnenreiche und trockene Plätze ideal für trockenheitsverträgliche Pflanzen sind.

    • Mulchen statt gießen

      Mulchen statt gießen

      Mulchschichten aus Rindenmulch, Stroh oder Kies halten die Bodenfeuchtigkeit länger und reduzieren die Verdunstung. Gleichzeitig wird das Wachstum von Unkraut gehemmt, das zusätzlich Wasser verbraucht.

    • Beete clever gestalten

      Beete clever gestalten

      Gruppieren Sie Pflanzen nach ihrem Wasserbedarf. So können Sie gezielter bewässern und stellen sicher, dass alle Pflanzen optimal versorgt werden.

    • Schatten gezielt nutzen

      Schatten gezielt nutzen

      Bäume, Sträucher und hohe Pflanzen spenden Schatten und schützen empfindliche Pflanzen vor intensiver Sonneneinstrahlung. Dadurch verringert sich die Verdunstung und der Wasserbedarf im Garten sinkt.

    Trockenheitsverträgliche Pflanzen für Ihren Garten

    Viele Pflanzen kommen auch mit längeren Trockenphasen gut zurecht und benötigen deutlich weniger Wasser als andere Gartenpflanzen. Mit der richtigen Auswahl schaffen Sie attraktive Beete, die selbst in heißen Sommern vital bleiben und gleichzeitig wertvolle Ressourcen schonen.

      So bewässern Sie Ihren Garten gezielt

      1. Tropfbewässerungssysteme nutzen: Tropfbewässerungssysteme sind besonders effektiv, da sie Wasser direkt an die Wurzeln der Pflanzen liefern. Durch die langsame und stetige Abgabe wird weniger Wasser verschwendet und der Boden kann es besser aufnehmen, ohne dass es an der Bodenoberfläche verdunstet.

      2. Gießzeiten optimieren: Gießen Sie am besten früh morgens oder abends, wenn die Temperaturen kühler sind. So reduzieren Sie die Verdunstung des kostbaren Nass. Gießen um die Mittagszeit ist normalerweise ein Tabu. Die Wassertropfen wirken auf den Blättern wie ein Brennglas und können somit Blattverletzungen und Verbrennungen verursachen. 

      3. Bedarfsorientiert bewässern: Überprüfen Sie vor dem Gießen, ob die Erde wirklich trocken ist. Oftmals reicht es, das Erdreich einige Zentimeter unter der Oberfläche zu testen, um festzustellen, ob eine Bewässerung notwendig ist. Ein Bodenfeuchtemesser kann ebenfalls helfen, den Bedarf besser einzuschätzen.

      4. Gezielt gießen: Verwenden Sie eine Gießkanne oder einen Gartenschlauch mit Düse, um das Wasser direkt an den Wurzeln der Pflanzen auszubringen. Oberflächenbewässerung, wie sie durch Sprinkleranlagen erfolgt, kann viel Wasser vergeuden, da ein Großteil verdunstet oder vom Wind verteilt wird.

      5. Automatische Bewässerung mit Zeitschaltuhren: Für größere Gärten oder Beete kann eine automatische Bewässerung mit Zeitschaltuhren oder Feuchtigkeitssensoren sinnvoll sein. So wird nur dann bewässert, wenn es wirklich nötig ist, und das Wasser wird gezielt eingesetzt.

        Regenwasser sammeln und im Garten nutzen

        Regenwasser ist kostenlos, pflanzenfreundlich und schont wertvolle Trinkwasserressourcen. Je nach Größe von Garten und Grundstück bieten sich verschiedene Möglichkeiten zur Speicherung und Nutzung an.

          • Regentonnen

            Regentonnen sind die klassische Möglichkeit, Regenwasser zu sammeln. Das Wasser ist meist weicher als Leitungswasser und eignet sich hervorragend zur Bewässerung. Ein Deckel schützt zusätzlich vor Verdunstung.

          • Wassertanks

            Wassertanks bieten mehr Speichervolumen als klassische Regentonnen. Sie werden häufig direkt an das Fallrohr angeschlossen und speichern gefiltertes Regenwasser für die spätere Bewässerung.

          • Zisternen

            Zisternen werden unterirdisch installiert und speichern große Mengen Regenwasser. Sie eignen sich für die Gartenbewässerung und können teilweise sogar zur Nutzung im Haushalt eingesetzt werden. Meist handelt es sich um sogenannte Flachtanks aus Kunststoff, aber auch Zisternen aus Beton erfüllen ihren Sinn und Zweck.

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          Mit der richtigen Pflege Wasser sparen

          Die richtige Bodenpflege spielt eine wesentliche Rolle, um Wasser im Garten effizient zu speichern und die Pflanzen optimal zu versorgen. Ein lockerer, humusreicher Boden nimmt Niederschläge und Gießwasser besser auf, speichert Feuchtigkeit länger und versorgt Pflanzen auch in Trockenphasen zuverlässiger.

          Boden lockern und belüften: Lockern Sie den Boden regelmäßig mit Rechen oder Grabgabel. So kann Wasser leichter in tiefere Bodenschichten eindringen, statt oberflächlich abzufließen. Gleichzeitig wird Staunässe vermieden und die Wurzelentwicklung gefördert.

          Kompost und organische Stoffe einarbeiten: Kompost und andere organische Materialien wie Laub, Rasenschnitt oder Strohhäcksel erhöhen den Humusgehalt im Boden. Dadurch kann dieser mehr Wasser speichern und die Feuchtigkeit gleichmäßig an die Pflanzen abgeben.

          Die richtigen Pflanzgefäße sparen Wasser

          Auch bei der Wahl der Pflanzgefäße lässt sich Wasser sparen. Für Balkon und Terrasse eignen sich besonders glasierte Keramiktöpfe, große Pflanzgefäße und Gefäße mit integriertem Bewässerungssystem.

            Weitere Tipps zum Wassersparen im Sommer

            Neben der richtigen Pflanzenauswahl, einer gezielten Bewässerung und passenden Pflanzgefäßen gibt es weitere Möglichkeiten, den Wasserverbrauch im Garten zu reduzieren und Pflanzen durch heiße Sommer zu bringen.

            1. Gewächshaus sinnvoll nutzen: Ein Gewächshaus kann zum Wassersparen beitragen, da es das Wachstumsklima kontrolliert und die Wasserverdunstung reduziert. Im Gewächshaus bleibt die Luftfeuchtigkeit höher als im Freien, sodass die Pflanzen weniger Wasser benötigen.

            2. Pflanzen stärken: Pflanzenstärkungsmittel sowie die regelmäßige Gabe von Kompost fördern die Widerstandskraft gegen Hitze und Trockenheit. Gleichzeitig verbessert organisches Material die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens.

            3. Verblühtes zurückschneiden: Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blüten und geschwächte Pflanzenteile. So verbraucht die Pflanze weniger Energie und Wasser und kann sich auf gesundes Wachstum konzentrieren.

            4. Rasen länger wachsen lassen: Ein etwas höher geschnittener Rasen kommt besser mit Trockenperioden zurecht. Die längeren Halme beschatten den Boden, reduzieren die Verdunstung und helfen dabei, Feuchtigkeit länger zu speichern.

            FAQs: Häufige Fragen zum Wasser sparen– wir antworten!

            • Warum ist es wichtig, Wasser im Garten zu sparen? Wasser gehört zu den wertvollsten Ressourcen unserer Erde. Sparsamer Umgang schützt die Umwelt und den Geldbeutel und fördert gesunde Pflanzen durch bedarfsgerechte Bewässerung.

            • Welche Pflanzen helfen beim Wasser sparen? Gut geeignete Trockenpflanzen sind mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Lavendel oder Thymian, Sukkulenten und Kakteen sowie trockenheitsverträgliche Stauden und Ziergräser.

            • Welche Bodenarten speichern Wasser besonders gut? Lehmböden halten Wasser deutlich länger als sandige Böden. Humusreiche Erde verbessert die Wasserspeicherkapazität.

            • Gibt es Förderungen für wasserspeichernde Gartentechnik? Manche Kommunen oder Wasserversorger fördern Zisternen, Regentanks oder wassersparende Systeme – informieren Sie sich am besten vor Ort.

            • Was bringt ein Regenmesser im Garten? Ein Regenmesser zeigt, wie viel Regen gefallen ist, und hilft zu entscheiden, ob zusätzliche Bewässerung nötig ist. Regenwasser ist besonders weich und kalkfrei, daher ideal für empfindliche Pflanzen wie Hortensien oder Rhododendren.

            • Gibt es Apps oder Tools zur optimalen Bewässerungsplanung? Ja, viele Smart-Garten-Apps bieten Wetterprognosen, Bodenfeuchteanalysen und die Möglichkeit, automatische Bewässerungssysteme zeitgesteuert zu steuern.

            • Wie wirkt sich Unkraut auf den Wasserverbrauch aus? Unkraut entzieht dem Boden zusätzlich Wasser. Regelmäßiges Jäten hilft, die Feuchtigkeit gezielt den Nutz- und Zierpflanzen zugutekommen zu lassen. 

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