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Speisekürbisse und Zierkürbisse – Hokkaido, Butternut & Co.

Speisekürbisse und Zierkürbisse – Hokkaido, Butternut & Co.

Essbare Kürbisse zählen zu den Superfoods: viel Geschmack, viele Vitalstoffe, wenige Kalorien. Vom Saatgut bis zur Ernte erfahren Sie alles zum Anbau, zur Pflege und Verwendung der verschiedenen Sorten.
Autorin: Cornelia Förster

Wissenswertes zum Kürbis

Ursprünglich stammt der Kürbis aus Mittel- und Südamerika und zählt zu den ältesten noch heute beliebten Gemüsekulturen. Mit unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben – teils buschig, teils rankend oder niederliegend – begeistern Kürbisse Gemüsefans weltweit. Dank der großen Sortenvielfalt gibt es für jeden Geschmack das Passende.

In der Küche ist der Kürbis vielseitig einsetzbar: Kürbiskernöl, Kerne für Salate, Püree, gefüllte Früchte, Schnitzel, Suppe oder Marmelade – der Gaumen freut sich.

Neben den Speisekürbissen gibt es auch Zierkürbisse, die sich hervorragend für haltbare Herbstdekorationen eignen. Sie lassen sich aushöhlen und schnitzen und wirken in Kombination mit Callunen, Eriken oder Blattschmuckpflanzen wie Heuchera besonders dekorativ.

Kürbisauswahl – für jeden Geschmack das Passende

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    Anzucht leicht gemacht

    Wenn eine Pflanze besonders viele Nährstoffe benötigt, dann der Kürbis. Deshalb empfiehlt es sich, diesen gleich zum Start der Wachstumsperiode mit Kompost zu versorgen.

    Bereits im April kann mit der Anzucht der Kürbispflanzen begonnen werden. Verwenden Sie hier gleich die richtigen Töpfchen, denn pikiert werden Kürbispflanzen nicht. Ihr Wurzelwerk ist für einen Umzug zu fein und empfindlich.

    Gegen Mitte Mai, nach der gröbsten Kälte, dürfen Kürbisaussaaten auch direkt ins Beet.

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    Kürbisse richtig pflanzen und pflegen

    Junge Kürbispflanzen sollten bei Temperaturen unter 5 °C mit einem Vlies geschützt werden. Für ein gesundes Wachstum benötigen Kürbisse einen sonnigen bis halbschattigen Standort sowie einen humosen, gut durchlässigen Boden

    Achten Sie beim Pflanzen auf ausreichend Abstand: Rankende Sorten benötigen etwa 2 × 1,5 m, buschige Sorten rund 1 × 1 m Platz. Werden die Pflanzen zu ausladend, können die Triebspitzen nach dem ersten Fruchtansatz eingekürzt werden.

    Düngung

    Kürbisse zählen zu den Starkzehrern und benötigen viele Nährstoffe für eine reiche Ernte. Düngen Sie während der Wachstumsphase regelmäßig und verzichten Sie ab der 6. Kulturwoche auf stickstoffbetonte Dünger.

    Zu den Gemüse-Düngern

    Wann ist mein Speisekürbis reif zum Ernten?

    Allgemein lässt sich sagen, dass ein Kürbis reif ist, wenn die Blätter, die vorab für die Ernährung notwendig waren, absterben, der Stiel verholzt und die Frucht keine bis wenig grüne Stellen aufweist. 

    Sommerkürbisse: Rundliche Rondini-Typen und tellerförmige Patissons werden mit noch weicher Schale geerntet und sind oft nicht vollends ausgefärbt.

    Winterkürbisse: Riesenkürbisse, Hokkaido-, Buttercup- sowie Muskat- und Butternutkürbisse kommen im Herbst aus dem Beet. Sie haben eine harte Schale und weisen eine sortentypische Färbung auf. Sie können sogar monatelang gelagert werden. Wichtig ist, dass die Kürbisse vor den ersten Frösten geerntet werden.
    Glühbirnen-Icon 
    Tipp: Ob Sie Ihren Kürbis ernten können, erkennen Sie daran, dass die Schale hart ist und beim Klopftest der Kürbis hohl klingt. Esskürbisse mit wenig grünen Stellen können trotzdem gegessen werden. Diese sind nicht giftig und müssen nicht abgeschnitten werden. Den Stiel zum Ernten nie abbrechen, sondern abschneiden – sonst droht Schimmelgefahr! 
    Lagerung – langer Genuss

    Lagerung – langer Genuss

    Nach der schonenden Reinigung sollten die Kürbisse etwa drei Wochen bei rund 20 °C nachreifen. Sind sie fest genug, kommen sie ins Winterquartier – ideal ist ein trockener Raum mit 10–15 °C.

    Die Früchte mit ausreichend Abstand auf Karton oder dicken Papierlagen lagern. So halten sie monatelang und liefern in der Winterzeit viele Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium und Eisen.

    Leckere Rezeptideen

    Kürbissuppe 

    Kürbissuppe – Herbstlich, wärmend und aromatisch

    ZUTATEN 1 kleiner Hokkaido- oder Muskatkürbis (ca. 1 kg), 2 EL Butterschmalz, 1 l Gemüsebrühe, 125 ml Crème fraîche, Salz, Pfeffer, Chiliflocken, nach Belieben Kürbiskerne zum Garnieren

    ANLEITUNG Kürbis waschen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Den Kürbis in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Bei Hokkaido-Kürbis kann die Schale mitverwendet werden. Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und die Kürbiswürfel darin kurz anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Den Kürbis zusammen mit der Brühe fein pürieren. Crème fraîche unterrühren und die Suppe mit Salz, Pfeffer und nach Wunsch mit Chiliflocken abschmecken. Für eine dünnere Konsistenz etwas zusätzliche Brühe hinzufügen. Die Suppe in Schalen oder – besonders dekorativ – in ausgehöhlten kleinen Kürbissen servieren. Mit einem Klecks Crème fraîche, gerösteten Kürbiskernen und frischen Kräutern garnieren.
     

    Flammkuchen 

    FLAMMKUCHEN MIT KÜRBIS & WALNÜSSEN – Herzhaft & aromatisch

    ZUTATEN 1 Flammkuchenteig oder dünn ausgerollter Pizzateig, 150 g Crème fraîche oder Schmand, Salz, Pfeffer, 200 g Kürbis (z. B. Hokkaido), 1–2 rote Zwiebeln, 50 g Walnüsse, frischer Thymian, etwas Olivenöl

    ANLEITUNG Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen; Teig dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen; Crème fraîche mit Salz und Pfeffer verrühren und gleichmäßig auf dem Teig verstreichen; Kürbis in sehr dünne Spalten schneiden, Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden; Kürbis und Zwiebeln auf dem Flammkuchen verteilen; Walnüsse grob hacken und darüberstreuen, mit Thymian belegen und leicht mit Olivenöl beträufeln; im vorgeheizten Ofen ca. 12–15 Min. knusprig backen; heiß servieren.

    Zierkürbisse – herbstlich schön für Allerlei

    Zierkürbisse gehören zu einer schicken Herbstdeko einfach dazu. Der Name Zierkürbis ist sozusagen Programm: Als Zierkürbisse werden üblicherweise nur diejenigen Kürbisse bezeichnet, die wegen ihrer zierenden Wirkung besonders geschätzt werden. Sie schmücken Hauseingänge, Balkone, Terrassen oder auch Wohnräume.

    Zierkürbisse sind oft klein, mehrfarbig und haben zum Teil recht skurrile Formen. Im Garten sollten sie nicht gemeinsam mit Speisekürbissen oder Zucchini angebaut werden, da es zu unliebsamen Kreuzungen kommen kann. Zierkürbisse enthalten den giftige Bitterstoff Cucurbitacin, der beim Verzehr zu schweren Magen- und Darmbeschwerden führen kann.

    FAQs: Häufige Fragen zum Kürbis – wir antworten!

    • Kann man Kürbisse im Kübel anbauen? Ja, aber nur kompakte Sorten wie Hokkaido oder kleine Muskatvarianten. Ein großer Kübel (mindestens 40–50 Liter) und regelmäßige Düngung sind nötig.
    • Kann man Kürbisse nach der Ernte noch nachreifen lassen? Ja, einige Sorten reifen nach der Ernte bei Raumtemperatur nach. Die Schale muss jedoch unversehrt sein.
    • Wann blühen Kürbisse? Meist 6–8 Wochen nach der Aussaat. Kürbisse bilden männliche und weibliche Blüten; nur die weiblichen Blüten entwickeln Früchte.
    • Wie bestäube ich Kürbisse richtig? Insekten übernehmen meist die Bestäubung. Bei fehlender Bienenaktivität kann man Blüten von Hand bestäuben, z. B. mit einem Pinsel.

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