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Kartoffel – die Stärke in Ihrem Garten

Kartoffel – die Stärke in Ihrem Garten

Die Kartoffel gehört zu den Nachtschattengewächsen und überzeugt im eigenen Garten mit großer Vielfalt – von zarten Frühkartoffeln bis hin zu robusten Lagerkartoffeln. Gleichzeitig ist sie ein echter Klassiker in der Küche: nahrhaft, vielseitig verwendbar und reich an wertvollen Vitaminen.
Autorin: Cornelia Förster

Kartoffeln erfolgreich anbauen

    • Den Boden vorbereiten

      • Kartoffeln bevorzugen lockere, humusreiche und gut durchlässige Böden.
      • Schwere, tonige Böden begünstigen Staunässe und Fäulnis.
      • Wird die Fläche bereits im Herbst umgegraben, entsteht bis zum Frühjahr eine feinkrümelige Bodenstruktur.

    • Kartoffeln vorkeimen

      • Wer besonders früh ernten möchte, kann Kartoffeln ab März vorkeimen lassen.
      • Dafür werden die Knollen hell und warm bei 10–20 °C gelagert.
      • So bilden sich kräftige Triebe und die Pflanzen starten mit einem Wachstumsvorsprung.

    • Kartoffeln pflanzen

      • Sobald der Boden trocken ist und etwa 10 °C erreicht hat, können die Knollen ins Beet.
      • Sie werden in eine tiefe Pflanzrille gelegt und anschließend mit Erde bedeckt.
      • Nach etwa 2–3 Wochen erscheinen die ersten grünen Triebe.

    • Pflege für eine reiche Ernte

      • Ab dem Austrieb steigt der Wasserbedarf deutlich an.
      • Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden.
      • Durch das Anhäufeln (dabei wird Erde vorsichtig um die Pflanze aufgeschoben) bilden sich zusätzliche Wurzeln und Knollen.
      • Das kann den Ertrag spürbar steigern.

    Kartoffeln optimal versorgen

    Kartoffeln zählen zu den Starkzehrern und benötigen für ein gesundes Wachstum sowie eine gute Knollenbildung ausreichend Nährstoffe und Wasser. Sehr gut vorbereiten lässt sich der Boden durch die Aussaat von Gründüngungspflanzen, durch die Einarbeitung von verrottetem Stallmist im Herbst oder durch reifen Kompost.

    Düngung

    Düngung

    Während des Wachstums kann eine zusätzliche Düngung den Nährstoffbedarf der Pflanzen decken. Besonders geeignet ist ein Phosphat-Kali-Dünger, der Blüten- und Fruchtbildung fördert und den Ertrag steigert. Auch Bio-Rinderdünger verbessert die Bodenstruktur langfristig.

    Bewässerung

    Bewässerung

    Beim Kartoffelanbau ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig. Die Pflanzen vertragen weder längere Trockenheit noch Staunässe. Gießen Sie möglichst direkt im Wurzelbereich und halten Sie die Blätter trocken. Ideal sind die frühen Morgenstunden oder der Abend, damit die Feuchtigkeit länger im Boden bleibt.

    Glühbirnen-Icon 

    Dehner Tipp: Um mögliche Krankheiten und Schädlinge vorzubeugen, ist neben der Verwendung eines qualitativ hochwertigen Pflanzguts auch eine permanente Kontrolle der Beete von Vorteil. Kartoffelkäfer können beispielsweise abgesammelt werden. Wer sich dazu entscheidet, Kartoffeln in einem 4-Jahresrhythmus in das gleiche Beet zu setzen, kann seine Pflanzen ebenfalls vor möglichen Krankheiten bewahren.

    Kartoffeln auf dem Balkon anbauen

    Auch ohne Garten lassen sich Kartoffeln erfolgreich kultivieren. Für Balkon und Terrasse eignen sich spezielle Kartoffeltöpfe, sogenannte PotatoPots, besonders gut. Sie bestehen aus einem Innen- und Außentopf, sodass sich die Entwicklung der Knollen durch das Anheben des Innentopfs einfach kontrollieren lässt.

    Für den Anbau werden meist drei Saatkartoffeln pro Topf gesetzt. Nach etwa 8 Wochen können die ersten Knollen geerntet werden. Besonders gut geeignet sind kompakt wachsende Sorten wie das Bamberger Hörnchen.

    Kartoffeln richtig ernten und lagern

    Ernte

    Ernte

    Der Erntezeitpunkt hängt von der Sorte ab. Frühkartoffeln können meist bereits ab Mitte Juli geerntet werden, während mittelspäte und späte Sorten erst erntereif sind, wenn das Kraut vollständig abgestorben ist. Eine gleichzeitige Ernte aller Kartoffeln ist nicht erforderlich. Unter einer Erdschicht bleiben die Knollen bis zum Verbrauch frisch und geschützt.

    Die Ernte sollte möglichst bei trockenem Wetter erfolgen. Beschädigte Kartoffeln eignen sich nicht für die Lagerung und sollten zeitnah verbraucht werden..

    Lagerung

    Lagerung

    Kartoffeln sollten kühl, dunkel und trocken bei etwa 4–6 °C gelagert werden. Zu hohe Temperaturen fördern Fäulnis und vorzeitiges Austreiben, während zu viel Licht die Knollen ergrünen lässt und ungenießbar macht. Für die Lagerung eignen sich atmungsaktive Behälter wie Jutesäcke, Leinensäcke oder Gemüsekisten besonders gut.

    Praktische Helfer für Ernte und Lagerung

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