Mein Dehner
Vorteilswelt

Warenkorb
Staunässe bei Pflanzen erkennen und richtig handeln

Staunässe bei Pflanzen erkennen und richtig handeln

Staunässe zählt zu den häufigsten Ursachen für Pflanzenschäden im Garten und auf dem Balkon. Oft wird sie erst spät erkannt, weil die Symptome einem Wassermangel ähneln. Wer jedoch den Standort, die Bodenbeschaffenheit und die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen berücksichtigt, kann die Ursache meist schnell eingrenzen.
Autorin: Cornelia Förster

Staunässe: Wenn Pflanzen „nasse Füße“ bekommen

Die Erde ist feucht, die Blätter werden gelb und das Wachstum stockt – viele Hobbygärtner vermuten in dieser Situation zunächst Wassermangel. Tatsächlich steckt oft das Gegenteil dahinter: Staunässe. Bleibt Wasser über längere Zeit im Boden oder Pflanzgefäß stehen, bekommen die Wurzeln nicht mehr genügend Sauerstoff.

Die Folge können Wachstumsstörungen, Wurzelfäule und im schlimmsten Fall das Absterben der Pflanze sein. Die entscheidende Frage lautet dabei nicht: „Wie viel Wasser bekommt die Pflanze?“, sondern vielmehr: „Kann überschüssiges Wasser wieder abfließen?“. Denn gesunde Wurzeln brauchen beides – ausreichend Feuchtigkeit und genügend Sauerstoff. Stimmen diese Voraussetzungen, schaffen Sie die Grundlage für kräftige, widerstandsfähige Pflanzen.

Staunässe erkennen: Liegt wirklich ein Problem vor?

Eine feuchte Erde direkt nach dem Gießen oder einem kräftigen Regenschauer ist völlig normal. Kritisch wird es, wenn der Boden auch nach mehreren Tagen noch durchnässt wirkt oder Wasser längere Zeit auf der Oberfläche stehen bleibt.
Typische Anzeichen sind:

Typische Anzeichen sind:

  • Gelbe oder welke Blätter trotz feuchter Erde
  • Schwaches oder stockendes Wachstum
  • Schimmelbildung auf der Erdoberfläche
  • Faulig riechendes Substrat
  • Braune oder matschige Wurzeln
  • Wasseransammlungen nach Regenfällen
Besonders empfindlich reagieren Pflanzen, die von Natur aus trockene und durchlässige Standorte bevorzugen. Dazu zählen unter anderem Lavendel, Rosmarin, Salbei oder Olivenbäume.

Wo tritt die Staunässe auf?

    • Im Kübel oder Balkonkasten

      Im Kübel oder Balkonkasten

      • Staunässe entsteht meist durch fehlende/verstopfte Abzugslöcher, wassergefüllte Untersetzer oder verdichtete Erde.
      • Prüfen Sie die Wasserabläufe und entfernen Sie Verstopfungen.
      • Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies verbessert den Wasserabfluss.
      • Bei verdichtetem oder unangenehm riechendem Substrat in frische Pflanzenerde umtopfen.

    • Im Beet

      Im Beet

      • Häufige Ursachen sind schwere Lehm- und Tonböden oder verdichtete Flächen.
      • Kompost verbessert langfristig die Bodenstruktur und Durchlässigkeit.
      • Je nach Bodenart kann die Zugabe von grobem Sand sinnvoll sein.
      • Für dauerhaft feuchte Standorte eignen sich Hochbeete oder erhöhte Pflanzflächen.

    • Bei Zimmerpflanzen

      Bei Zimmerpflanzen

      • Häufige Ursachen sind zu häufiges Gießen oder Übertöpfe mit stehendem Wasser.
      • Überschüssiges Wasser aus Übertöpfen und Untersetzern entfernen.
      • Erst gießen, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist.
      • Bei Wurzelfäule oder verdichteter Erde in frisches Substrat umtopfen.

    Hochbeete gegen Staunässe entdecken

    Wasserabfluss verbessern und bessere Bedingungen schaffen

    0 von 0 Produkten gesehen

    Welche Pflanzen leiden besonders unter Staunässe?

    Nicht jede Pflanze reagiert gleich empfindlich auf feuchte Böden. Deshalb lohnt sich ein Blick darauf, welche Arten betroffen sind.

    Trockenheitsliebende Pflanzen:
    Lavendel, Thymian, Rosmarin, Salbei oder viele Steppenstauden bevorzugen lockere, eher trockene Böden. Auch zahlreiche Zimmerpflanzen wie Kakteen, Sukkulenten, Yucca oder Bogenhanf reagieren empfindlich auf Staunässe. Bei diesen Arten sollte schnell gehandelt werden, denn dauerhaft nasse Wurzeln werden meist schlechter vertragen als vorübergehende Trockenheit.

    Feuchtigkeitsliebende Pflanzen:
    Andere Pflanzen fühlen sich in gleichmäßig feuchten Böden wohl. Dazu gehören im Garten beispielsweise Funkien, Astilben, Sumpfdotterblumen oder manche Iris-Arten. Unter den Zimmerpflanzen zählen etwa Zyperngras oder einige Farne zu den Arten mit höherem Wasserbedarf. Zeigen diese Pflanzen trotz feuchter Erde keine Schäden, besteht häufig kein Handlungsbedarf. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Standort, Pflanzenart und tatsächlichen Symptomen.

    Was tun bei bereits geschädigten Pflanzen?

    Zeigen Pflanzen deutliche Anzeichen von Staunässe, überprüfen Sie die Wurzeln. Graben Sie die Pflanze vorsichtig aus oder nehmen Sie sie aus dem Topf. Gesunde Wurzeln sind meist hell, fest und geruchlos. Geschädigte Wurzeln hingegen wirken braun bis schwarz, fühlen sich weich an und verströmen oft einen unangenehmen Geruch.

    Sind bereits Schäden vorhanden, können folgende Maßnahmen helfen:
    • Faule Wurzelbereiche entfernen
    • Pflanze in frisches, lockeres Substrat setzen
    • Einige Tage nur sparsam gießen
    • Die Ursachen für die Staunässe beseitigen
    Je früher gehandelt wird, desto größer sind die Chancen auf eine vollständige Erholung der Pflanze.

    Staunässe dauerhaft vermeiden

    Die beste Lösung gegen Staunässe beginnt bereits bei der Pflanzung. Wer Standort und Pflanzenwahl aufeinander abstimmt, kann viele Probleme von vornherein vermeiden.

    Bei Zimmerpflanzen ist vor allem das richtige Gießverhalten entscheidend. Töpfe sollten immer über Abzugslöcher verfügen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Wasser, das sich im Untersetzer oder Übertopf sammelt, sollte zeitnah entfernt werden. Außerdem hilft es, erst dann zu gießen, wenn die oberste Erdschicht bereits leicht abgetrocknet ist. Eine Drainageschicht aus Blähton kann den Wasserabfluss zusätzlich verbessern.

    Bei Kübelpflanzen sollten Gefäße grundsätzlich über ausreichend große Wasserabzugslöcher verfügen. Eine Drainageschicht und hochwertige Pflanzenerde unterstützen zusätzlich den Wasserabfluss.

    Im Beet zahlt sich eine gute Bodenpflege langfristig aus. Regelmäßig eingearbeiteter Kompost verbessert die Bodenstruktur und fördert das Bodenleben. Gleichzeitig helfen lockere Böden den Wurzeln, Wasser und Sauerstoff besser aufzunehmen.

    An besonders schwierigen Standorten können Hochbeete, Hügelbeete oder gezielte Drainagemaßnahmen eine sinnvolle Lösung sein. Product Grid: Hochbeete

    FAQs: Häufige Fragen zur Staunässe – wir antworten!

    • Was ist, wenn das Wasser nach dem Regen länger als einen Tag stehen bleibt? Die Bodenstruktur sollte überprüft und gegebenenfalls verbessert werden. Lockern Sie die Erde vorsichtig und arbeiten Sie Kompost ein, um die Bodenstruktur langfristig zu verbessern. Bei schweren Lehm- oder Tonböden können zusätzlich Sand oder andere mineralische Zuschlagstoffe die Durchlässigkeit erhöhen.
    • Sie haben Kübelpflanzen? Kontrollieren Sie regelmäßig Abzugslöcher, Untersetzer und die Drainageschicht. Staunässe im Untersetzer sollte zeitnah entfernt werden, damit die Wurzeln nicht dauerhaft im Nassen stehen.
    • Ist der Standort dauerhaft feucht?  Wählen Sie feuchtigkeitsverträgliche Pflanzen oder schaffen Sie erhöhte Pflanzflächen.

    Weitere Tipps & Trends, die Sie interessieren könnten

      Sie möchten mehr Wissen und noch mehr Dehner?

      Hier reinklicken
      ↑ zum Seitenanfang