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Der Ahorn bringt Farbe ins Grün

Der Ahorn bringt Farbe ins Grün

Mit seinen markanten Blättern und seiner spektakulären Herbstfärbung gehört der Ahorn zu den beliebtesten Ziergehölzen für Garten, Terrasse und Balkon. Je nach Sorte begeistert er mit leuchtenden Gelb-, Orange- oder Rottönen und setzt vom Frühjahr bis in den Herbst attraktive Akzente.
Autor: Gastautor

Wissenswertes über den Ahorn

Kaum ein Baum ist so eng mit einem Land verbunden wie der Ahorn mit Kanada. Das rote Ahornblatt auf der Nationalflagge gilt als Symbol für Einheit und Frieden. Bekannt ist zudem der Zucker-Ahorn, aus dessen Saft der beliebte Ahornsirup gewonnen wird.

Doch auch in unseren Gärten hat der Ahorn längst seinen festen Platz. Weltweit gibt es rund 110 Ahornarten, von denen besonders der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), der Feld-Ahorn (Acer campestre) und der Spitz-Ahorn (Acer platanoides) in Mitteleuropa verbreitet sind. Alle gehören zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae).

Besonders beliebt sind die zahlreichen Sorten des Japanischen Ahorns (Acer japonicum) und des Fächerahorns (Acer palmatum). Mit ihrem eleganten Wuchs, filigranen Blättern und eindrucksvollen Herbstfarben verleihen sie Gärten, Terrassen und Balkonen eine besondere Atmosphäre.

Welcher Ahorn darf es sein?

Ob kleiner Stadtgarten, großzügiges Grundstück oder Balkon: Dank der großen Sortenvielfalt gibt es für nahezu jeden Standort den passenden Ahorn. Von filigranen Fächerahornen über elegant wachsende Schlitz-Ahorne bis hin zu dekorativen Bonsai-Formen überzeugen die Gehölze mit charakteristischen Blättern und attraktiven Herbstfarben.

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    Richtiger Standort und passender Boden

    Ahorne lieben sonnige bis halbschattige Standorte. Besonders Japanische Ahorne freuen sich über einen windgeschützten Platz, da ihre zarten Triebe und das dekorative Laub dort besser geschützt sind.

    Je nach Art unterscheiden sich die Ansprüche an die Lichtverhältnisse. Während einige Sorten ihre intensive Blattfärbung erst in der vollen Sonne entwickeln, reagieren andere empfindlich auf starke Sonneneinstrahlung und können Blattschäden bekommen.

    Vor allem der Fächerahorn schätzt eine höhere Luftfeuchtigkeit, wie sie an seinem natürlichen Standort vorkommt. Ein Platz in der Nähe eines Gartenbrunnens oder Teichs kommt ihm daher besonders entgegen.

    An den Boden stellen Ahorne insgesamt nur geringe Ansprüche. Ideal ist ein durchlässiger, humoser und nährstoffreicher Boden. Staunässe vertragen sie jedoch schlecht. Die meisten Arten sind zudem gut winterhart und überstehen mit etwas Schutz auch längere Frostperioden.

    Pflanzung des Ahorns

      • In den Boden

        Im Topf gekaufte Pflanzen können grundsätzlich ganzjährig gepflanzt werden. Besonders geeignet sind Frühjahr und Herbst, da die Gehölze dann ausreichend Zeit haben, gut anzuwachsen. Frostempfindliche Arten, wie einige Japanische Ahorne, bevorzugen die Frühjahrsmonate. Da Ahorn Flachwurzler sind, sollte das Pflanzloch 2–4 Mal so breit wie der Wurzelballen sein. Bei größeren Bäumen empfiehlt es sich, Stützpfähle zu setzen.

      • In Topfkultur

        Auch auf Terrasse und Balkon muss nicht auf einen Ahorn verzichtet werden. Besonders Japanische Ahorne und Fächerahorne eignen sich hervorragend für die Kultur im Kübel und setzen mit ihrer attraktiven Wuchsform und Herbstfärbung dekorative Akzente. Wichtig sind ein ausreichend großes Pflanzgefäß sowie die Berücksichtigung der jeweiligen Standortansprüche.

      • Als Bonsai

        Auch als Bonsai begeistert der Ahorn. Viele Exemplare werden bereits fertig gestaltet angeboten. Einige Zierahorn-Arten lassen sich jedoch auch selbst zum Bonsai erziehen. Für die Bonsaikultur eignen sich vor allem Japanische Ahorn-Arten, während heimische Ahornarten deutlich seltener verwendet werden.

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      Gut zu wissen! Nach der Pflanzung darf die Gießkanne oder der Gartenschlauch nicht fehlen, um einen schnellen Bodenschluss zu erzielen.  

      Ahorn richtig pflegen

      Der Ahorn hat es gerne nährstoffreich, feucht – aber nicht nass. Eine Mulchschicht im Wurzelbereich schützt den Boden vor Austrocknung und versorgt die Pflanzen beim Verrotten zusätzlich mit Nährstoffen. Im Frühjahr können insbesondere junge Exemplare mit Kompost oder Hornspänen unterstützt werden. Da Ahorne zu den Flachwurzlern zählen, sollte der Boden rund um die Pflanze möglichst nicht umgegraben oder stark bearbeitet werden.

      Ein regelmäßiger Rückschnitt ist bei Ahorn in der Regel nicht erforderlich. Lediglich bei jungen Pflanzen oder Bonsai kann ein leichter Formschnitt sinnvoll sein. Möchten Sie Äste entfernen, eignet sich dafür am besten der Sommer. Im Frühjahr und Herbst können Ahorne beim Schnitt stark "bluten". 

      Eine zusätzliche Bewässerung ist aufgrund des geringen Erdvolumens vor allem bei Kübelpflanzen und Bonsai wichtig. Im Garten ausgepflanzte Ahorne müssen meist nur während längerer Trockenperioden gegossen werden.

      Gut behütet durch den Winter

      Nähert sich das Jahr dem Ende, heißt es für die Bonsais kühl, aber frostfrei überwintern. Ahornpflanzen im Pflanzgefäß stehen idealerweise an einem geschützten Platz, beispielsweise unter einem Vordach oder an einer Hauswand. Eine Unterlage aus Styropor oder Kokos schützt den Wurzelbereich vor Kälte. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Topf mit Vlies zu umwickeln und die Erdoberfläche mit einer Mulchschicht abzudecken.

      Ausgepflanzte Ahorne kommen in der Regel gut durch den Winter. Junge Pflanzen profitieren jedoch in den ersten Jahren von einer schützenden Mulchschicht im Wurzelbereich sowie einer lockeren Abdeckung aus Reisig bei starkem Frost.
      Zum Ratgeber Winterschutz

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      Ahorn im Garten gestalten

      Mit seinem attraktiven Wuchs und der leuchtenden Herbstfärbung setzt der Ahorn sowohl als Solitärgehölz als auch in Pflanzkombinationen besondere Akzente. Je nach Art eignet er sich für den Japangarten, den Vorgarten oder die Kübelbepflanzung auf Terrasse und Balkon. Auch ökologisch hat er einiges zu bieten: Seine Blüten dienen zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle. Besonders harmonisch wirkt Ahorn in Kombination mit Stauden, Ziergräsern oder weiteren Gehölzen.

      Passende Pflanzpartner

        FAQs: Häufige Fragen zum Ahorn – wir antworten!

        • Wann pflanzt man einen Ahornbaum am besten? Pflanzen Sie den Baum in der frostfreien Zeit im zeitigen Frühjahr oder Herbst ein, um ihm genügend Zeit zum Anwachsen zu geben. 
        • Warum verfärben sich die Ahornblätter im Herbst? Der Baum stellt im Herbst die Bildung von Chlorophyll ein und die in den Blättern enthaltenen Farbstoffe Anthocyane und Carotinoide kommen zum Vorschein. So entstehen die verschiedenen Gelb-, Orange- und Rotfärbungen.
        • Welche Pflege benötigt ein Ahornbaum? Der Ahorn ist ein pflegeleichter und genügsamer Baum. Achten Sie bei der Standortwahl auf einen sonnig bis halbschattigen Platz sowie gute Wasserzugaben bei Trockenheit. Wichtig: Kein Rückschnitt im Frühjahr, dafür aber Frostschutz im Winter bei jungen Bäumen.  
        • Welche Ahornarten eignen sich für den Garten? Weltweit gibt es über 150 verschiedene Ahornarten, aber nicht alle eignen sich für den Garten. Ideal für den Garten sind zierlich und langsam wachsende Arten wie z. B der Japanische Ahorn, der Fächerahorn, der Feldahorn oder auch der Rote Schlitzahorn.

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