Donnerkiesel – ein Kiesgarten hats in sich!

Von wegen Kiesgärten sind Out mit Schotter, z B. weißem Kies und Pflanzen lassen sich faszinierende Kontraste schaffen und der Garten gekonnt in Szene setzen. Wer hätte je gedacht, dass die aus England stammende Gartenkunst von Beth Chatto zum Hype werden könnte!? Und dabei geht es sicherlich nicht nur um den Wunsch sich ein pflegeleichtes Beet im eigenen Vorgarten zu zaubern...

Unechter und echter Kiesgarten

Nicht jeder Garten mit Kies ist ein „echter“ Kiesgarten. Oft handlet es sich um ein so genanntes Kiesbeet – auf dem Steine als Mulchschicht aufgebracht werden. In einem „echten“ Steingarten findet sich eine Bepflanzung mit trockenheitsverträglichen Pflanzen, die zugleich mit Hitze bzw. auch einem Stadtklima zurechtkommen. 

Am besten geeignet ist ein Platz mit Südausrichtung in sonniger Lage z. B. vor einer Hauswand mit wärmender Rückstrahlung der Mauer. Auch süd-/südwest-Ausrichtungen in Hanglage sind top! Die Böden sollten durchlässig und mager sein wie bei dem ursprünglichen Steingarten. Generell sind trockene Standorte mit niedrigen Niederschlagsmengen besser geeignet.

Wussten Sie schon? Es gibt sie in einer breiten Palette - Kies (2­16 mm), Schotter (0,­5 mm, gebrochene Steine, fein) und Splitt (2­32 mm, scharfkantig)... allein dadurch lassen sich vor allem im modernen Garten tolle Akzente setzen.

Bodenvorbereitung für den Kiesgarten

Generell handelt es sich bei Kiesgarten-"Bewohnern" um anspruchslose Pflanzen. Je nachdem welche Bodenart vorhanden ist, muss der Boden aufbereitet werden.


Sandige und steinige Böden besitzen eine hohe Wasserdurchlässigkeit und können direkt bepflanzt werden. Bei Lehm- bzw. Tonböden wird der Boden ca. 30 cm tief ausgetauscht.


Der mineralische Anteil des gelockerten Bodens sollte 70–90% ausmachen. Wird der Boden gewechselt ist ein Mix aus etwa zwei Drittel Schotter oder Kies, ein Drittel Sand und 10–30% organischem Anteil ideal.

Pflanzung: Wann und wie in die Erde?

Pflanzung: Wann und wie in die Erde?
Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst kann ein Kiesgarten anlegt und bepflanzt werden. Wichtig sind Strukturbildner wie Gehölze oder höhere Stauden, Begleitpflanzen wie mittelhohe Stauden oder Gräser und niedrig wachsende Pflanzen wie Bodendecker.

Nicht zu dicht – Pflanzen brauchen Platz. Als Faustregel gilt: 911 Pflanzen/Quadratmeter genügen völlig. Kleine Tuffs aber auch größere Lücken verleihen dieser Art des Gartens seine besondere Ausstrahlung.

Wichtig ist, dass die Pflanzen hoch genug gesetzt werden und nicht verschütt gehen. Ob "unechter" oder "echter" Kiesgarten die Steinschicht verringert die Verdunstung, dezimiert Unkräuter und schützt vor Erosion.

Wussten Sie schon? Bei der Auswahl der Pflanzen heißt es auf den Lebensbereich achten. Gut geeignet für den "echten" Kiesgarten sind Arten für „Steinanlagen“, „Steppenheide“, „Fels-Steppe“ und „trockene Freiflächen“. Sie sind an der Ausfärbung oder Beschaffenheit der Blattflächen zu erkennen. Die Blätter sind kleiner, meist grau bzw. silbern oder bläulich. Für einem "unechten" Kiesgarten stehen je nach Beetlage prinzipiell alle Pflanzen zur Auswahl. 

Plant power – sie rocken den Kiesgarten

Wussten Sie schon? Wenn Sie Bienen, Hummeln und andere Insekten unterstützen möchten, greifen Sie vor allem auch auf blühende Arten zurück. Sie stellen eine wichtige Nahrungsquelle für die Brummer da. Nähere Infos hierzu erhalten Sie in unserem Ratgeber "Bienengarten".

Schicke Accessoires – ein stilvoller Kiesgarten

Wussten Sie schon? Oft sind es Kleinigkeiten in der Gestaltung, die aus Ihrem Vorgarten oder Garten ein besonderes Highlight machen. Ob Deko, besondere Pflanzen gemischt mit blühenden Kandidaten oder einfach ein geschwungener Weg, der die Flächen verbindet... 

Auf Dauer schön: Pflegetipps für den Kiesgarten

Auf Dauer schön: Pflegetipps für den Kiesgarten

Sind die Pflanzen eingewachsen benötigen sie kaum zusätzliche Wassergaben. Während heißer Sommerperioden kann eine angepasste Bewässerung notwendig werden.

Dünger ist tabu! Laub sowie andere organische Stoffe müssen entfernt werden. Denn sonst freuen sich Unkräuter und Co. über die Steilvorgabe an Nährstoffen. 

Ziehen oder stechen Sie Sämlinge von Unkräuter baldmöglichst aus und weisen Sie am besten auch alle übrigen Pflanzen in gewollte Grenzen. 

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