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Stachelbeeren – frisch-säuerliche Früchte zum Naschen

Stachelbeeren erfreuen Hobbygärtner mit ihrem säuerlich-frischen Aroma und ihren gesunden Inhaltsstoffen. Vitamin C, Mineralstoffe, Fruchtsäuren und vieles mehr steckt in den kleinen Früchten – ganz einfach im Garten anbauen, beim Wachsen zusehen, ernten und genießen!

Wissenswertes über Stachelbeeren

Bereits seit dem 16. Jahrhundert werden Stachelbeeren in Gärten kultiviert. Zwar sind die Sträucher aufgrund ihrer pieksigen Stacheln und ihrer Anfälligkeit für den Mehltau zwischenzeitlich aus der Mode gekommen. Jedoch gewannen die Beeren dank der Züchtung von stachellosen und pilzresistenten Sorten glücklicherweise wieder an Beliebtheit.

Stachelbeeren (Ribes uva-crispa) gehören, wie ihr Name bereits verrät, zur Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Die Sträucher sind in Europa, Asien, Nordafrika und in Nordamerika zuhause und wachsen dort sowohl in lichten, feuchten Wäldern als auch an Waldrändern und Hecken.

Bei der Sortenwahl spielt neben der Farbe der Früchte, die zwischen grün, rot und gelb variiert, auch die Wuchsform eine Rolle. Je nach Geschmack kann zwischen Hochstamm und Busch gewählt werden. Beide Sorten fühlen sich im Boden gepflanzt oder im Kübel auf der Terrasse und dem Balkon wohl.

Ein Standort zum Wohlfühlen

Ein Standort zum Wohlfühlen

Stachelbeeren fühlen sich an einem hellen und windgeschützten Standort wohl. Das ideale Plätzchen liegt im lichten Schatten größerer Gehölze geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Anderenfalls erleiden die Blätter der Pflanze einen Sonnenbrand.

Den Boden wünschen sich die Pflanzen locker, humusreich und nicht zu trocken. Sowohl auf Staunässe als auch auf Trockenheit reagiert das Wurzelsystem des Strauchs empfindlich. Sandige Böden lassen sich ganz leicht mit Humus, Pflanzerde oder Kompost verbessern, schwere Böden können mit Sand gelockert werden.

Die Beeren lassen sich auch wunderbar in große Gefäße auf die Terrasse und den Balkon oder in ein Hochbeet pflanzen. Egal für welchen Standort Sie sich entscheiden, für eine ertragreiche Ernte ist stets ein Wasserabzug nötig.

Wussten Sie schon? Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung der Beeren ist im Spätherbst von Oktober bis November. Wählen Sie je nach Größe Ihres Strauchs einen Pflanzabstand von 0,8–1,5 m und pflanzen Sie die Stachelbeere in ein mit Pflanzerde und Langzeitdünger vorbereitetes Pflanzloch. Hochstämme wünschen sich direkt bei der Pflanzung einen Stützpfahl.

Pflege: So geht es Ihren Pflanzen gut

  • Gießen: Stachelbeeren reagieren empfindlich auf Trockenheit und wünschen sich eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Für eine reiche Ernte ist eine gute Wasserversorgung bei trockener Witterung im Frühjahr und Sommer essentiell. Gießen Sie die Sträucher immer direkt an die Wurzeln und nicht über die Blätter. Eine dünne Mulchschicht unterdrückt Unkraut, hält Feuchtigkeit im Boden und schützt die Erde vor Austrocknung.

  • Düngen: Nährstoffgaben im zeitigen Frühjahr sowie nach der Blüte im Mai unterstützen die Pflanzen beim Wachsen, bei der Blütenbildung und beim Fruchtansatz. Idealerweise entscheiden Sie sich für organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne. Auch ein organischer Beerendünger, der breitflächig um die Pflanze ausgestreut und flach in den Boden eingearbeitet wird, kommt den Sträuchern zu Gute.

  • Winterschutz: Tiefe Temperaturen im Winter machen den Sträuchern zwar nichts aus, ihre Blüten sind jedoch spätfrostempfindlich.

So gelingt der Schnitt

Stachelbeeren bilden ihre Früchte vor allem an den einjährigen Seitentrieben älterer Triebe. Für eine reiche Ernte steht das Schneiden der Sträucher regelmäßig auf dem Programm:

  • In den ersten drei Jahren findet im Frühjahr ein Erziehungsschnitt statt: Hierbei werden die 4–6 kräftigsten Neuaustriebe um ein Drittel gekürzt. Alle anderen Triebe schneiden Sie direkt über dem Boden ab.

  • Ab dem dritten Jahr wird die Pflanze regelmäßig im zeitigen Frühjahr oder im Sommer nach der Ernte geschnitten und ausgelichtet. Hier lautet die Devise: Altes Holz wird entfernt, junges gefördert. Am Ende des Schnitts sollten ca. 6–8 Haupttriebe stehen bleiben. Bei Hochstämmen genügen vier.

Stachelbeeren ernten und verwenden

Der richtige Zeitpunkt für die Ernte der Beeren hängt vom Zweck der Verarbeitung ab. Grüne Beeren eignen sich ideal für die Zubereitung von Marmeladen, Gelees und Kompotts und werden bereits Ende Mai bis Anfang Juni vom Strauch genommen. Wer die Früchte lieber direkt von der Pflanze naschen will, sollte je nach Sorte bis Juli oder August warten. Nun schmecken die Früchte deutlich süßer und erreichen ihr volles frisch-säuerliches Aroma.

Die Ernte der leckeren Früchte kann je nach Sorte eine stachelige Angelegenheit sein. Mit Hilfe von langer Kleidung und Handschuhen lassen sich Kratzer ganz leicht vorbeugen.

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